Ärzte Zeitung online, 05.05.2010

Kommunale Kliniken genauso wirtschaftlich wie private

BERLIN (dpa). Öffentliche Krankenhäuser arbeiten nach einer Studie meist ebenso wirtschaftlich wie Krankenhäuser in privater oder kirchlicher Trägerschaft. "Aufgrund der strukturellen Nachteile und ihrer gemeinwohlorientierten Zielsetzung fallen die Personalkosten in kommunalen Krankenhäusern höher aus. Die Sach- und Zinskosten liegen jedoch unter denen privater Krankenhäuser", heißt es in einer am Dienstag in Berlin im Auftrag des Interessenverbandes kommunaler Krankenhäuser (IVKK) veröffentlichten Untersuchung.

Bundesweit gab es zuletzt 677 öffentliche und kommunale Krankenhäuser, 790 Krankenhäuser in freigemeinnütziger Trägerschaft und 620 Privatkliniken. Von den insgesamt etwa eine halbe Million Krankenhausbetten entfiel ungefähr die Hälfte auf öffentliche Krankenhäuser.

"Die Leistungsfähigkeit kommunaler Krankenhäuser ist vergleichbar mit der von anderen Krankenhausträgern", heißt es in der Studie des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI). Deutliche Unterschiede in der Wirtschaftlichkeit gebe es bei privaten wie bei kommunalen Häusern gleichermaßen.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor sei, dass öffentliche Krankenhäuser als eigenständige Unternehmen - unabhängig von der Kommunalverwaltung - betrieben würden. Für den IVKK zeigt sich damit, "dass die Frage der Wirtschaftlichkeit und der Ertragskraft in keiner Weise mit der Trägerstruktur" zusammenhängt.

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