Ärzte Zeitung online, 09.07.2010

Zwei Münchener Kliniken kämpfen mit Hygiene-Mängeln

MÜNCHEN (eb). Zwei städtische Kliniken in München können bis auf Weiteres nur noch Notoperationen durchführen. Der Grund: hygienische Mängel in der Sterilgutaufbereitung.

Zwei Münchener Kliniken kämpfen mit Hygiene-Mängeln

Das städtische Krankenhaus im Münchner Stadtteil Bogenhausen steht als eine von zwei Kliniken in der Kritik.

© HRSchulz / imago

Nachdem Gutachter gravierende Mängel in der Sterilgutaufbereitung der Klinik Bogenhausen festgestellt hatten, schickte die Stadt München noch einmal Kontrolleure los. Und der Verdacht der Gutachter bestätigte sich. Wie der Bayerische Rundfunk meldet, wurde daraufhin die Sterilgutaufbereitung in Bogenhausen, die auch die Klinik in Neuperlach mit sterilen Instrumenten versorgt, geschlossen.

Damit ist nun der OP-Betrieb in beiden Kliniken größtenteils lahmgelegt, weil es an genügend sterilen Bestecken mangelt. Bis auf Weiteres könnten nur noch Notoperationen durchgeführt werden. Überbrückt werden solle der Engpass unter anderem mit Instrumenten aus dem Klinikum Großhadern.

Den Kliniken sei jedoch kein Fall bekannt, in dem ein Patient zu Schaden gekommen sei.

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