Ärzte Zeitung online, 03.11.2010
 

BASF wird Lehrpraxis für Uni Mainz

MAINZ (eb). Medizinstudenten der Uni Mainz können künftig einen Teil ihres Wahlfachs Allgemeinmedizin im Praktischen Jahr beim Chemiekonzern BASF ableisten. Der betriebsärztliche Dienst des Unternehmens wird ab 2011 neue akademische Lehrpraxis, teilte die Uni am Mittwoch mit.

Die Uni sieht im PJ vor allem die Chancen, als Student individuelle Schwerpunke herauszubilden. "Bei der BASF bieten sich spannende Einblicke beispielsweise in den Bereich betriebliche Gesundheitsvorsorge", sagte der wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin, Professor Reinhard Urban.

Dort würden die PJ-Studierenden auch in die Prävention arbeitsbedingter Erkrankungen eingebunden, die im medizinischen Alltag seltener auftreten. "BASF als Lehrpraxis zu gewinnen, ist daher ein großer Zugewinn", so Urban.

Auch die Ludwigshafener BASF geht mit Enthusiasmus in die Kooperation: Sie sei "eine besondere Auszeichnung, denn um künftige Ärzte ausbilden zu dürfen, müssen die Einrichtungen sehr hohe Anforderungen und Qualitätsstandards erfüllen", sagte der Chef der Arbeitsmedizin, Dr. Stefan Lang.

Insgesamt stellt BASF ab 2011 jährlich vier PJ-Plätze für das Wahlfach Allgemeinmedizin zur Verfügung. Die Studierenden würden dann zwei Monate im Unternehmen sein. Die restliche Zeit absolvieren die Nachwuchsmediziner dann im Klinikum Ludwigshafen und einer Allgemeinmedizinischen Praxis in der Rhein-Neckar-Region.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Überlebensvorteil bei Übergewicht nur ein Trugschluss?

Übergewicht ist ein kardiovaskulärer Risikofaktor, doch wer schon eine entsprechende Erkrankung hat, lebt länger. Stimmt dieses "Adipositas-Paradox" vielleicht gar nicht? mehr »

Oh, Britannia! Was hat der "Brexismus" aus dir gemacht?

Von wegen Tea Time, Queen und Linksverkehr: Nicht nur der Blick der Briten auf die EU hat sich geändert. Umgekehrt blicken auch Menschen weit außerhalb Europas inzwischen mit Unverständnis auf die Insel. mehr »

Sechs Kassen auf der Kippe – Barmer-Chef fordert Reformen

Dramatischer Zwischenruf: Das wirtschaftliche Gefüge der GKV sei instabil, sagt Barmer Chef Straub. Rund ein halbes Dutzend großer Kassen würden nur noch von der guten Konjunktur getragen. mehr »