Ärzte Zeitung online, 09.06.2011

Schavan spricht sich für Charité als Bundes-Uni aus

BERLIN (af). Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) hat bestätigt, dass es ihr mit einer Beteiligung des Bundes an der Berliner Charité ernst sei. "Es wird spannend", äußerte sie sich bei einer Pressekonferenz in Berlin.

Die Verantwortlichen träten in einen Prozess ein, an dessen Ende die Verantwortung für die Charité breiter aufgestellt sein könnte. "Das wäre die Rolle des Bundes", sagte Schavan.

Ein vom Bund maßgeblich finanzierter Kooperationspartner könnte etwa das Max-Dellbrück-Centrum (MDC) für Molekulare Medizin in Berlin-Buch sein. Dieses ist bereits Partner der Charité im Deutschen Zentrum für Herz-Kreislaufforschung.

Der Berliner Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner (SPD) und die Berliner FDP haben Medienberichten zufolge bereits signalisiert, dass dies eine Chance für die chronisch defizitäre Charité bedeuten könne.

Schavan hatte bereits bei mehreren Gelegenheiten angedeutet, dass sie sich Bundesuniversitäten vorstellen könne. Gemeinsam von Bund und Ländern finanzierte Einrichtungen gibt es bereits, zum Beispiel beim Karlsruhe Institute of Technology (KIT).

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