Ärzte Zeitung online, 22.07.2011

Tarif an Unikliniken - Verhandlungen vertagt

BERLIN (eb). Die Tarifverhandlungen für die Ärzte an den deutschen Unikliniken werden am 27. Juli fortgesetzt. Das teilte der Marburger Bund nach der letzten Verhandlungsrunde am Donnerstag in Berlin mit.

Die Ärztegewerkschaft hatte sich mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auf Termin geeinigt. Die Tarifrunde hatte am 12. Juli begonnen.

Der Marburger Bund fordert unter anderem eine lineare Gehaltserhöhung von fünf Prozent rückwirkend zum 1. Juli 2011. Außerdem soll die Bezahlung von Schichtdiensten deutlich angehoben, die Gewerkschaft fordert 25 Prozent des individuellen Stundenentgeltes.

Lutz Hammerschlag, Verhandlungsführer des Marburger Bunds, erwartet nun von Arbeitgeberseite ein Verhandlungsangebot. "Es ist an der Zeit, dass den Leistungen der Ärzte auch bei der Bezahlung Rechnung getragen wird", sagte er. Spitzenmedizin müsse endlich besser bezahlt werden.

Verhandelt wird der Entgelttarifvertrag für die Ärzte an 23 Universitätskliniken der Länder (TV Ärzte). Laut Marburger Bund gilt der Vertrag für rund 20.000 Ärzte. Die TdL ist der Arbeitgeberverband von 14 Bundesländern. Berlin und Hessen gehören ihr nicht an.

Auch in den Unikliniken, die nicht in Landeshoheit stehen, greift der Tarifvertrag nicht. Dazu zählt das Uniklinikum in Mannheim, das in städtischer Hand liegt. Auch die Uniklinik Gießen/Marburg ist nicht betroffen, sie gehört den Rhön Kliniken.

Laut Marburger Bund zählen noch weitere große Unikliniken nicht zu dem TV Ärzte, darunter etwa die Berliner Charité, die Uniklinik in Frankfurt am Main und das Uniklinikum Hamburg-Eppendorf.

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