Ärzte Zeitung online, 25.07.2011

Charité forciert Lebenswissenschaften

BERLIN (ami). Die Charité will in Forschung und Lehre künftig ganz eng mit der Humboldt-Universität und dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) zusammenarbeiten. Das haben die drei Einrichtungen Mitte Juli in einem Memorandum vereinbart.

Sie schaffen auf dem Campus Nord gemeinsam das Integrative Forschungsinstitut (IRI) für Lebenswissenschaften. Das Institut soll neue Möglichkeiten der Prävention, Diagnostik und für Erkrankungen des Nervensystems, genetisch bedingte Erkrankungen, Krebs und die regenerative Medizin entwickeln.

Geplant ist auch, dass das IRI als Initiativ- und Koordinationszentrum für einrichtungsübergreifende interdisziplinäre Forschungsprojekte und als Plattform für moderne Infrastruktur und Technologien fungiert.

Zudem soll es Schnittstelle für die Zusammenarbeit der kooperierenden Institutionen mit weiteren Forschungspartnern sein. Thematische Schwerpunkte sind Systembiologie, Theoretische Biologie, Neurowissenschaften und Infektionsbiologie/Immunologie.

Besonderen Wert legen die Kooperationspartner auf die gemeinsame Nachwuchsförderung. Neben gemeinschaftlichen Brückenprofessuren sollen Nachwuchsgruppen eingerichtet werden.

Für deren Leiter entwickeln die Kooperationspartner gemeinsam getragene Tenure-Track-Modelle, die den Wissenschaftlern den Übergang von befristeten auf unbefristete Stellen ermöglichen sollen. Ein Fellowprogramm soll schließlich auch die Zusammenarbeit der Berliner Lebenswissenschaften mit international ausgewiesenen Forscherpersönlichkeiten stärken.

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