Ärzte Zeitung online, 27.07.2011

Grünes Licht für "Kassel School of Medicine"?

KASSEL (kaj). Nordhessens größter kommunaler Klinikkonzern sieht sich auf der Zielgerade zur Gründung einer "Kassel School of Medicine".

Das ließ der Vorstandsvorsitzende der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH), Gerhard Sontheimer, jetzt erkennen. Im Auftrag des Aufsichtsrats hatte Sontheimer in den vergangenen Monaten mit der University of Southhampton verhandeln sollen.

Diese sei weiter an der Realisierung eines deutsch-englischen Studiengangs interessiert, sagt er jetzt. 2013 solle das erste Studienjahr mit 24 Studenten starten.

Akkreditierungshürden in Großbritannien stehen dem Projekt nach GNH-Angaben nicht mehr bevor. Die Qualität des neuen Studiengangs werde jedoch jährlich überprüft, nach fünf Jahren in längeren Abständen.

Ausbildung von Nachwuchs für die Region

Das anhaltende Interesse der englischen Uni war nicht ganz selbstverständlich gewesen. Schließlich hatte der GNH-Aufsichtsrat das Projekt in 2010 noch gestoppt.

Der Konzernvorstand und Kommunalpolitiker hoffen mit der Medical School Nachwuchsärzte für Nordhessen zu gewinnen.

Die angehenden Mediziner sollen die ersten zwei von fünf Studienjahren in Southampton absolvieren, die höheren Semester dann am Klinikum Kassel. Die jährlichen Studiengebühren sollen bei 12.000 Euro liegen.

Einen Strich durch die Rechnung kann allerdings noch das Kasseler Stadtparlament machen. Für die Medical School soll eine gemeinnützige GmbH gegründet werden.

Die Stadtverordneten müssten einen entsprechenden Beschluss fassen, heißt es bei der GNH. Ob sich die klamme Stadt das Projekt wirklich leisten will, muss sich dann zeigen.

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