Ärzte Zeitung online, 05.10.2011

Fälschungsvorwürfen: Klinikum Ludwigshafen zieht Konsequenzen

LUDWIGSHAFEN (dpa). Das Klinikum Ludwigshafen hat nach Fälschungsvorwürfen gegen einen früheren Chefarzt Konsequenzen gezogen.

Eine Fachkommission habe im Auftrag des Klinikums die Rahmenbedingungen für wissenschaftliches Arbeiten weiterentwickelt, teilte das Klinikum am Mittwoch in Ludwigshafen mit.

Es sei ein Kontrollgremium gegründet worden, um "für die Zukunft Unregelmäßigkeiten auszuschließen".

Zudem könne auf Basis von 17 Studien des Ex-Chefanästhesisten mitgeteilt werden, dass Patienten durch dessen Vorgehen keine körperlichen Schäden erlitten hätten. Auch sei ihre Gesundheit nicht gefährdet worden.

Verstöße bei fast 90 wissenschaftlichen Arbeiten

Insgesamt soll der Mediziner bei fast 90 wissenschaftlichen Arbeiten gegen die Vorschriften verstoßen haben. Dabei geht es um fehlende Genehmigungen für Untersuchungen an Patienten.

Die Studien waren Ende vergangenen Jahres zurückgezogen und der Chefarzt entlassen worden. Er steht auch im Verdacht, Medikamentenstudien komplett gefälscht zu haben.

Bei einer Studie soll der Verdacht bestätigt sein. Auch die Staatsanwaltschaft Frankenthal ermittelt in dem Fall.

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