Ärzte Zeitung online, 19.10.2011

Säuglingsleiche aus Hamburger Klinik verschwunden

HAMBURG (dpa). Aus einem Krankenhaus in Hamburg-Altona ist eine Metallkiste mit der Leiche eines Säuglings verschwunden.

Ein Mitarbeiter der Asklepios-Klinik sollte den Leichnam am vergangenen Dienstag (11. Oktober) in die Pathologie bringen. Doch da ist der Behälter nie angekommen.

Kiste auf Regal abgestellt

Wie die Polizei erst jetzt mitteilte, machte er auf dem Weg gegen 11.30 Uhr einen Zwischenstopp und stellte die Kiste kurzzeitig auf einem Regal ab. Dabei verlor er den Behälter aus den Augen.

Die Polizei geht davon aus, dass der Dieb die Kiste mitgenommen habe, ohne den Inhalt zu kennen.

Diebstahl am Freitag bemerkt

Der Diebstahl wurde erst am Freitag bemerkt. Die Klinik leitete sofort eine Suche ein, informierte die Eltern und schaltete die Polizei ein.

"Ein Kind zu verlieren, ist das Schlimmste, was Eltern passieren kann", sagte der Chefarzt der Frauenklinik, Volker Ragosch, dem "Hamburger Abendblatt" (Mittwoch). "Wenn sich die Eltern dann noch nicht mal verabschieden können, ist das ein Desaster."

5000 Euro Belohnung für Hinweise

Das Landeskriminalamt Hamburg bittet Zeugen, auch anonym, sich unter der Telefonnummer 040/42 86 56 789 zu melden.

Die Klinik hat eine Belohnung für Hinweise zum Fund des Leichnams von 5000 Euro ausgesetzt. Die Kiste trägt die Aufschrift "PNZ Kreißsaal" bzw. "PNZ KRS".

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Ausreichend Folsäure schützt Hypertoniker vor Schlaganfall

Bestimmte Hypertoniker sollten auf eine gute Folsäureversorgung achten. Dadurch können sie ihr Schlaganfallrisiko deutlich senken. mehr »

Feinsinnige Geister und Antisemiten

Ein neues Buch beleuchtet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin während des Nationalsozialismus. Am Fallbeispiel Emil von Bergmann erkennen Leser, wie zwiegespalten die DGIM-Mitglieder waren. mehr »

Saunieren schützt vor Schlaganfall

Möglicherweise beugt häufiges Saunieren Hirninfarkten vor. In einer finnischen Studie war die Schlaganfallrate bei Saunafans um 60 Prozent reduziert - dafür mussten Saunagänger aber einen Faktor beherzigen. mehr »