Ärzte Zeitung online, 10.11.2011

Keime bei drei weiteren Bremer Frühchen entdeckt

BREMEN (cben). Trotz der Hygiene-Maßnahmen sind im Bremer Klinikum Mitte drei weitere Frühchen mit dem Darmkeim Klebsiella pneumoniae besiedelt.

Das teilte Bremens Gesundheitssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD) bei einer aktuellen Stunde in der Bremer Stadtbürgerschaft mit. Infiziert hätten sich die Kinder jedoch nicht, hieß es.

Man tue alles, um die Infektionswelle einzudämmen, sagte die Senatorin. Jetzt soll die Suche soll jetzt auch auf die anderen Kinderstationen des Klinikums ausgeweitet werden.

Seit August sind in der Neonatologie des Klinikums Bremen Mitte (KBM) drei Frühchen an dem Keim gestorben. Bis dahin waren vier Kinder erkrankt, drei gestorben und acht besiedelt.

Quelle noch nicht bekannt

Auch ein Team des Robert Koch-Institutes, das vom Bremer Gesundheitsamt angefordert worden war, hat bisher die Quelle der Keime nicht identifizieren können.

Das Team ist bereits aus Bremen abgereist und will Ende November seinen Bericht vorlegen. Noch bis Ende der Woche wird die Neonatologie am KBM vollkommen ausgeräumt und desinfiziert.

Für die kleinen Patienten wurde eigens eine neue Übergangsstation eingerichtet.

Untersuchung bei Mitarbeitern

Derzeit werden Hunderte von Klinikmitarbeitern auf den Darmkeim Klebsiella pneumoniae untersucht.

Es werde noch lange dauern, bis alle Abstriche im Labor untersucht seien, erklärte ein Sprecher der Klinik-Holding "Gesundheit Nord", zu der das Klinikum Bremen Mitte gehört.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Sepsis – "häufigste vermeidbare Todesursache im Land"

Alle sechs bis sieben Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an einer Sepsis. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar. Ärzte, Patientenschützer und Politiker fordern jetzt: Die Blutvergiftung muss als Notfall akzeptiert werden. mehr »

"Hacker kommen wie durch eine offene Tür in Arzt-Systeme"

Nehmen niedergelassene Ärzte Gefahren durch Cyber-Angriffe ernst genug? Sie selbst glauben das mehrheitlich. Ein Sicherheitsexperte gießt Wasser in den Wein. mehr »