Ärzte Zeitung, 15.12.2011
 

Klinikum Offenbach will 300 Stellen streichen

OFFENBACH (ine). Das Defizit des Klinikums Offenbach liegt zum Jahresende bei 46 Millionen Euro - das sind drei Millionen mehr als ursprünglich geplant. Der Sanierungsplan sieht vor, dass insgesamt 300 Stellen wegfallen sollen. Dies entspricht einem Kostenvolumen von etwa 15 Millionen Euro.

Im klinischen Sektor sind in diesem Jahr 91 von 1680 Stellen gestrichen worden. Bereits im Oktober hatte die Interims-Geschäftsführerin Franziska Mecke-Bilz mitgeteilt, dass die Personalkosten zwischen 2008 und 2010 von 93,5 Millionen Euro auf 101,4 Millionen Euro gestiegen sind.

Die Gesamtkosten des Klinikums seien in diesem Zeitraum - vor allem bedingt durch den Umzug in den Neubau - um elf Prozent jährlich in die Höhe geschossen, während die Erlöse pro Jahr nur um 2,8 Prozent gesteigert werden konnten.

Die Geschäftsführerin - ihr Vertrag läuft im Januar aus - hofft, dass das Klinikum in drei Jahren schwarze Zahlen schreibt.

Wie berichtet, hatte die Stadt die Leitung des Hauses im Sommer vorübergehend dem Berliner Krankenhauskonzern Vivantes übertragen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

"Super Mario" hält Senioren geistig fit

3D-Computerspiele trainieren die räumliche Orientierung älterer Menschen - und schützen einer Studie zufolge vor Demenz. mehr »

Bei PKV und GKV sind viele Optionen möglich

16.30 hEine Bürgerversicherung "pur" wird es mit der Union nicht geben. Für Veränderungen im Versicherungssystem zeigen sich CDU/CSU aber offen. mehr »

Mehr Qualität beim Ultraschall nötig

Bei Diagnosen im Bauchraum erreicht ein nicht ausreichend qualifizierter Arzt nur eine geringe Treffsicherheit. Anlass für die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin für klare Qualitätsregelungen zu plädieren. mehr »