Ärzte Zeitung, 25.01.2012

Erste Kunstherz-Ambulanz im Norden

LÜBECK (di). Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) hat in Lübeck eine Ambulanz für Kunstherzpatienten eröffnet. Es ist die einzige Einrichtung dieser Art in Schleswig-Holstein.

"In unserer neuen Ambulanz haben wir die Möglichkeit, Patienten mit einem künstlichen Herzen noch individueller zu betreuen", sagte Professor Stefan Klotz, stellvertretender Direktor der Klinik.

Der Herzchirurg ist seit vielen Jahren Experte auf dem Gebiet der Kunstherztherapie, die jetzt am Campus Lübeck ausgebaut werden soll.

Mit der Ambulanz wendet sich das UKSH an Patienten, die nach einer Kunstherzimplantation weitere ambulante Betreuung benötigen.

Zehn neue Kunstherzen im Jahr 2011

Sie können ihre regelmäßigen Kontrolluntersuchungen wie Blutentnahme, EKG, Herzultraschall etc. in der Ambulanz vornehmen und sich zu Fragen der Therapie und Nachsorge beraten lassen.

Niedergelassene Ärzte können Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz in der Ambulanz vorstellen, um ein Therapiekonzept zu erarbeiten. Aufklärungs- und Informationsgespräche vor einer Kunstherzimplantation gehören ebenfalls zum Angebot der Ambulanz.

Am Lübecker UKSH-Campus sind seit dem Start des Kunstherzprogramms in der Klinik für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie 2007 25 Kunstherzen implantiert worden, davon allein zehn im vergangenen Jahr.

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