Ärzte Zeitung, 08.03.2012

Neue Chefin für Bremer Klinikverbund

BREMEN (cben). Jutta Dernedde ist die neue Geschäftsführerin des Bremer Klinikverbundes "Gesundheit Nord" (GeNo).

Sie folgt Dr. Diethelm Hansen, den die Bremer Gesundheitssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD) wegen Missmanagement im Hygieneskandal auf der Frühchenstation des Klinikums Bremen Mitte (KBM) freigestellt hat. Dernedde war Geschäftsführerin des Klinikums Bremen Ost, das Teil der GeNo ist.

In einem Interview mit Radio Bremen betonte die neue Chefin, es müsse Vertrauen der Patienten und der Beschäftigten zurück gewonnen werden.

Die neue Geschäftsführerin übernimmt die Leitung mitten in einer Krise. Wegen Hygienemängeln sind im vergangenen Jahr drei Frühgeborene im Klinikum Bremen Mitte (KBM) gestorben, die Frühchenstation und die Geburtsstation am Klinikum wurden geschlossen.

Außerdem steckt die GeNo in einem Veränderungsprozess. Das KBM soll zum Teil neu erbaut und die Leistungen des Klinikverbundes in Zentren an je einem Standort zusammengefasst werden.

Ob das geplante Eltern-Kind-Zentrum am KBM im Zuge des Teilneubaus entstehen wird, sei angesichts des Hygieneskandals unklar.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie das Ebola-Virus das Immunsystem austrickst

Das Ebola-Virus hat einen molekularen Trick entwickelt, mit dem es das Immunsystem ablenkt. Ganz hilflos ist das Immunsystem allerdings nicht – dank einer Gegenmaßnahme. mehr »

Medizin unterm Hakenkreuz

Die zweite Staffel der erfolgreichen Klinikserie erzählt die letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs an Deutschlands berühmtester Klinik – und die Abgründe der Medizin in der Nazizeit. mehr »

Erhitztes, rauchfreies Tokio?

Olympia 2020 in Tokio steht unter einem schlechten Stern: Die Hitzewelle 2018 rückt die Gesundheitsgefährdung für Athleten wie Zuschauer in den Fokus. Die Megalopole soll zudem zum rauchfreien Gastgeber werden. mehr »