Ärzte Zeitung, 01.04.2012

Fresenius will weitere Kliniken übernehmen

BAD HOMBURG (dpa). Der Medizinkonzern Fresenius plant weitere Klinikkäufe. "Wir wollen expandieren und an der Privatisierung teilhaben", sagte Vorstandschef Ulf Schneider der "Wirtschaftswoche".

"In den ersten Monaten dieses Jahres sind bereits Kliniken mit einem Jahresumsatz von 400 Millionen Euro auf dem Markt." Schneider betonte: "Wir sind keine Kaufmaschine, halten aber die Augen offen."

Fresenius ist mit der Klinikkette Helios einer der führenden Anbieter. Wachstumschancen sieht Schneider auch im Ausland. Vor allem im Bereich Infusionslösungen und künstliche Ernährung wolle Fresenius in Schwellenländern wie Brasilien, Indien und China um 15 bis 17 Prozent im Jahr wachsen, sagte Schneider.

Die eigene Biotech-Sparte stellt der Fresenius-Chef dagegen auf den Prüfstand. "Wir reden hier über ein Startup-Geschäft mit einem Umsatz von 30 Millionen Euro. Unsere Biotech-Einheit muss sich in eine Größenordnung entwickeln, aus der neben den bestehenden vier ein fünfter Unternehmensbereich entstehen könnte", erklärte Schneider.

"Wenn wir sehen dass es nicht klappt, suchen wir andere Lösungen."

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »