Ärzte Zeitung, 02.06.2012

1,4 Milliarden Euro Drittmitteln für Medizinfakultäten

BERLIN (chb). Drittmittel in Höhe von 1,4 Milliarden Euro haben die Medizinischen Einrichtungen und Gesundheitswissenschaften der deutschen Unis im Jahr 2010 eingenommen.

Das geht aus einer Mitteilung des Medizinischen Fakultätentages (MFT) hervor. Ein Jahr zuvor waren es 1,31 Milliarden Euro.

Über 420 Millionen Euro der Drittmittel gingen 2010 an Projekte, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wurden.

Insgesamt wendeten die Medizinischen Einrichtungen und Gesundheitswissenschaften 18,9 Milliarden Euro für die Forschung, Lehre und Krankenversorgung auf. Das ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ein Plus von 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im genannten Zeitraum sind die von der Europäischen Union eingeworbenen Drittmittel nach MFT-Angaben um 28 Prozent gestiegen.

"Diese Einnahmen sind ein eindrucksvolles Zeichen für die internationale wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der hochschulmedizinischen Einrichtungen", sagt der Präsident des Medizinischen Fakultätentages Professor Dieter Bitter-Suermann.

Diese erfreuliche Zahl dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Hochschulmedizin durch die sinkenden Grundmittel pro Studierenden in einem wachsenden Spannungsfeld bei der Erfüllung ihrer Aufgaben stehe, so Bitter-Suermann.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Sepsis – "häufigste vermeidbare Todesursache im Land"

Alle sechs bis sieben Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an einer Sepsis. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar. Ärzte, Patientenschützer und Politiker fordern jetzt: Die Blutvergiftung muss als Notfall akzeptiert werden. mehr »

"Hacker kommen wie durch eine offene Tür in Arzt-Systeme"

Nehmen niedergelassene Ärzte Gefahren durch Cyber-Angriffe ernst genug? Sie selbst glauben das mehrheitlich. Ein Sicherheitsexperte gießt Wasser in den Wein. mehr »