Ärzte Zeitung, 13.06.2012

"Med Ahoi" für den Medizin-Nachwuchs

Nachwuchsgewinnung einmal anders: Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern setzen auf eine Bustour, um Medizinstudenten für sich zu gewinnen.

SCHWERIN (di). Medizinstudierende lernen die Krankenhäuser an der Ostsee per Rundreise kennen: erstmals hatte die Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (KGMV) Studenten zur "Med Ahoi Tour" per Bus eingeladen.

Damit konnten sich die angehenden Ärzte aus Rostock und Greifswald vor Ort über die Kliniken und die sich ihnen bietenden beruflichen Möglichkeiten informieren. 15 Krankenhäuser nutzten die Chance, sich den zwölf künftigen Ärzten vorzustellen.

"An Ort und Stelle und im direkten Kontakt sieht man mehr, kann Fragen stellen, Atmosphäre schnuppern, sich Haus und Technik ansehen", erklärte KGMV-Geschäftsführer Wolfgang Gagzow die Idee.

Sein Eindruck: Die betreffenden Krankenhäuser seien zunehmend darauf eingestellt, dass junge Mitarbeiter andere Vorstellungen von ihrer künftigen beruflichen Tätigkeit haben als die ältere Generation der Mediziner.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie spiele eine sehr große Rolle. Und: "Der Anteil der Ärztinnen, die in Teilzeit arbeiten wollen, nimmt stetig zu. Darauf muss auch mit der Organisation der Arbeit reagiert werden."

Ein anderer Aspekt bei den Besuchen in den Kliniken waren die Weiterbildungsmöglichkeiten. Derzeit fehlen in den Kliniken des Landes rund 160 Mediziner. Wegen der positiven Resonanz der Teilnehmer soll es auch im kommenden Jahr eine Med Ahoi Tour geben.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Wenn Frauen beim Sex Urin verlieren

Unwillkürlicher Urinabgang beim Geschlechtsverkehr tritt bei Frauen öfter auf, als viele glauben. Gesprochen wird darüber nur selten. Dabei könnte den Betroffenen geholfen werden. mehr »

Aufgeschlossen, aber schlecht informiert

Jugendliche und junge Erwachsene halten sich beim Thema Organspende für eher schlecht informiert. Trotzdem sind sie dafür wesentlich aufgeschlossener als Ältere. mehr »

Hirnschaden durch zu viel Selen

Fast blind und dement kommt eine Frau zum Arzt. Dieser findet das Problem: Sie hat lange viele Selenpillen geschluckt. Die Nahrungsergänzung schädigte ihr Hirn dauerhaft. mehr »