Ärzte Zeitung, 02.07.2012

Fresenius gibt Fusion mit Rhön nicht auf

BAD HOMBURG (ger). Nach dem vorläufigen Scheitern der Pläne von Fresenius, die Rhön-Klinikum AG zu übernehmen, ist die Rhön-Aktie am Montagmorgen nochmals drastisch bis auf 16 Euro eingebrochen, erholte sich im Laufe des Mittags aber wieder bis auf 18 Euro.

Zur Erinnerung: Fresenius hatte den Inhabern 22,50 Euro je Aktie geboten. Auch die Fresenius-Aktie verzeichnete am Montag hohe Kursausschläge.

Ursache der heftigen Kursschwankungen sind offenbar anhaltende Spekulationen darüber, ob Fresenius eine Übernahme doch noch gelingen könnte.

Wie berichtet, hatte der Vorstandsvorsitzende Dr. Ulf Schneider schon am Freitag bekundet, Fresenius sei weiter von den Vorteilen einer Fusion von Rhön-Klinikum und Helios überzeugt und werde "die Handlungsmöglichkeiten eingehend prüfen".

"Schnell neue Lösungen"

Auch Rhön-Aufsichtsratsvorsitzender Eugen Münch sprach davon, dass nun "alle Positionen bekannt" seien und dass sich nun "schnell neue Lösungen bilden" würden.

Im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot seien bei Rhön außerordentliche Belastungen in Form von Beratungskosten entstanden, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens weiter.

Außerdem seien Managementkapazitäten gebunden und operative Weichenstellungen verzögert worden. Der genaue Umfang der Belastungen des Ergebnisses lasse sich allerdings noch nicht beziffern.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Europäische Impfwoche - Same procedure as last year!

Heute starten die Europäischen Impfwochen. Am Beispiel Masern werden beträchtliche Defizite in Deutschland deutlich - und dass es seit Jahren kaum Fortschritte gibt. mehr »

Blick ins Gehirn offenbart beste Therapie-Option

Einige Depressive sprechen besser auf Verhaltenstherapien an, andere auf Antidepressiva. Ein Blick ins Hirn per fMRT zeigt, welcher Ansatz den meisten Erfolg verspricht. mehr »

Milliarden für die Versicherten – Kassen bleiben skeptisch

Erster Aufschlag des neuen Gesundheitsministers: Jens Spahn will gesetzlich Versicherte per Gesetz entlasten. Aus Richtung Kassen und Opposition weht scharfer Gegenwind. mehr »