Ärzte Zeitung, 13.10.2012

Hessen

Kommunaler Klinikkonzern soll 2014 starten

In knapp mehr als in einem Jahr sollen in Hessen die kommunalen Kliniken zu einem Konzern zusammengeschlossen werden. Die Krankenhäuser selbst sehen vor allem ungelöste Fragen.

WIESBADEN (ine). Ab 2014 sollen sich in Hessen die öffentlichen Kliniken überregional zu einem Konzern zusammenschließen.

"Grundsätzlich unterstützen wir die Initiative des Landes", sagt Arist Hartjes, Geschäftsführer des Klinikverbundes Hessen, der die Interessen von 34 Kliniken in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft vertritt.

Bei der inhaltlichen Ausarbeitung wolle der Klinikverbund in den nächsten Monaten aktiv mitarbeiten.

"Es gibt noch erheblichen Verhandlungsbedarf", so Hartjes im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung". Offen sei unter anderem die finanzielle Ausgestaltung der Holding.

Das Konzept des Landes zum Erhalt öffentlicher Klinikträger sieht eine hessenweite Lösung vor.

Nach Angaben von Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) soll der Umsatz des geplanten kommunalen Klinikkonzerns mindestens 500 Millionen Euro pro Jahr betragen. Je größer, desto konkurrenzfähiger der Verbund.

Hartjes rechnet damit, dass es trotzdem weiterhin kleinere und regionale Zusammenschlüsse von Krankenhäusern geben wird. Der Zeitplan der Umsetzung sei "sehr eng gestrickt".

In den nächsten Monaten sind Workshops mit interessierten Kliniken geplant. Anfang 2014 könnte der Klinikkonzern an den Start gehen. Krankenhäuser, die sich für das Unternehmenskonzept entscheiden, bekommen keine zusätzlichen Fördergelder vom Land.

Sie müssen bestimmte Mindestkriterien erfüllen und etwa ihre Betriebsergebnisse und Bankschulden offenlegen. "Sünden der Vergangenheit" könnten den Weg in den Verbund auch erst einmal verhindern, heißt es im Konzeptpapier.

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