Ärzte Zeitung, 18.06.2013
 

Rhein-Neckar-Region

Kliniken sehen kaum Entlastung

Auch das jüngste Hilfspaket der Bundesregierung ändert nichts an der weiter aufgehenden Kosten- Einnahmen-Schere, sagen 15 Klinikchefs.

HEIDELBERG. 15 Klinikchefs des Rhein-Neckar-Kreises haben ein besseres Finanzierungskonzept für Krankenhäuser gefordert.

"Nur so kann eine Krankenversorgung mit hoher Qualität sichergestellt bleiben", sagte Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg bei einem Pressegespräch mit Bundestags- und Landtagspolitikern.

Hauptproblem für die Kliniken sei die Refinanzierung bei einer immer weiter auseinanderklaffenden Kosten-Einnahmen-Schere, heißt es von Seiten der Geschäftsführer von Häusern der Grund- und Regelversorgung sowie der Uniklinika Heidelberg und Mannheim.

Bundesweit lagen die Einnahmen der Kliniken von 2008 bis 2012 insgesamt bei 8,6 Prozent; ihnen stehen Tarifsteigerungen im Öffentlichen Dienst von 14,6 Prozent gegenüber.

Zu den wachsenden Personalkosten kommen laut Alfred Dänzer, Präsident der DKG und Sprecher der Geschäftsführung der Universitätsmedizin Mannheim, ständig steigende Energiekosten und Mehraufwendungen bei der Medizintechnik und bei Arzneimitteln.

Die Folge sei ein finanzieller Notstand. Laut einer aktuellen Umfrage schreibt bundesweit bereits jede dritte Klinik rote Zahlen.

Das kürzlich beschlossene "Krankenhaus-Hilfspaket" der Bundesregierung sei ein Schritt in die richtige Richtung, aber nicht annähernd kostendeckend.

Aus Sicht von GRN-Geschäftsführer Rüdiger Burger (Gesundheitszentren Rhein-Neckar) werde dringend Geld benötigt, um die Arbeitsbedingungen für Ärzte und Pflegekräfte zu verbessern. (mm)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Frauen schuld an "Männergrippe"?

Jammernde Männer mit Erkältung sind keine Weicheier, sie leiden tatsächlich stärker. Das liegt wohl am Testosteron. Und an Frauen, die testosterontriefende Männer bevorzugen. mehr »

Stammzellgesetz – Bremse für Forscher?

2002 gab es um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen eine hochemotionale Debatte. Heute ist der Pionier von ehedem mit dem Stand seiner Arbeit zufrieden. Doch nicht nur er fürchtet durch das Stammzellgesetz Nachteile für Forscher in Deutschland. mehr »

Ebola-Überlebende auch 40 Jahre später noch immun

Eine Forscherin machte sich auf die Suche nach den Überlebenden des ersten Ebola-Ausbruchs – und verspricht sich davon wichtige Erkenntnisse. mehr »