Ärzte Zeitung, 21.06.2013

Klinikförderung

Hamburg bringt Umland in Zugzwang

HAMBURG. Die Stadt Hamburg fördert Investitionsmaßnahmen in den Kliniken der Hansestadt in diesem Jahr mit insgesamt 107 Millionen Euro.

Damit liegt Hamburg deutlich über den Werten seiner Nachbarländer. Der Senat setzt zwei Schwerpunkte bei der Förderung: psychiatrische Tageskliniken in besonders belasteten Stadtteilen und Modernisierung von OP-Bereichen.

Die teuerste Maßnahme steht im Albertinen-Krankenhaus an, das über mehrere Jahre verteilt rund 50 Millionen Euro für einen Funktionstrakt, OP-Räume und Intensivstation erhält. Am Amalie Sieveking-Krankenhaus entsteht ein neuer Funktionstrakt, der mit insgesamt 35 Millionen Euro gefördert wird.

"Summe ist gut investiert"

Zur Neustrukturierung des Evangelischen Krankenhauses Alsterdorf steuert die Stadt fast 32 Millionen Euro bei. An den Baumaßnahmen an der Asklepios Klinik Harburg beteiligt sich die Stadt mit 30 Millionen Euro über mehrere Jahre, an der Helios Mariahilf Klinik mit 20 Millionen Euro.

Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) hält die im Vergleich zu anderen Ländern hohen Summen für gerechtfertigt: "107 Millionen Euro sind sehr viel Geld, aber diese Summe ist gut investiert, um durch moderne Krankenhausstrukturen eine möglichst gute Patientenversorgung in unserer Stadt zu gewährleisten."

Die hohe Förderung hat in Hamburg seit Jahren parteiunabhängig Tradition. Kliniken im Umland, wo öffentliche Zuschüsse geringer ausfallen, sehen sich durch die laufenden Modernisierungen in der Hansestadt unter Zugzwang. (di)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die häufigsten Fehler bei der Opioid-Therapie

Nehmen Patienten Opioide ein, müssen sie einiges beachten. Manches Missverständnis und mancher Einnahmefehler können Ärzte mit zwei Sätzen der Erklärung ausräumen. mehr »

Spahn im Dialog mit den Ärzten

Seit Monaten wird heiß ums Terminservice- und Versorgungsgesetz diskutiert. Heute stellte sich Jens Spahn direkt den Fragen der Ärzteschaft zu TSVG, Sprechstunden und Co. Das Wichtigste der Veranstaltung in 13 Tweets. mehr »

DEGAM fürchtet Rolle rückwärts

Es hakt bei der Umsetzung des Masterplans. Die Fachgesellschaft DEGAM will verhindern, dass zentrale Reformziele verwässert werden. mehr »