Ärzte Zeitung, 02.07.2013
 

Leitartikel zur Arbeitszeit

Kliniken proben mehr Flexibilität

Der Fachkräftemangel an Kliniken zwingt die Häuser zum Umdenken: An den Unikliniken in Baden-Württemberg werden neue Arbeitszeitmodelle eingeführt. Ziel: Arbeitszeitgestaltung der Mitarbeiter sowie eine langfristige Bindung an die Häuser.

Von Ingeborg Bördlein

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Zeitkonto: Viele Kliniken arbeiten an mehr Flexibilität.

© www.Finanzfoto.de / fotolia.com

Glaubt man der Prognose des Darmstädter Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR , so droht den Krankenhäusern nach einer aktuellen Studie ein Ausbluten ihres Fachkräftereservoirs.

Das Szenario: "Schon im Jahre 2020 könnte in den stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens in Deutschland jede zehnte ärztliche Vollzeitstelle unbesetzt bleiben und in den pflegerischen Berufen gar jede vierte."

Noch können die 6000 bis 8000 offenen Stellen in der Pflege laut Deutscher Krankenhausgesellschaft (DKG) ausreichend besetzt werden - allerdings mit standortbezogener unterschiedlich langer Vakanz. Im ärztlichen Bereich mit derzeit 6000 offenen Stellen ist dies schon weit schwieriger.

Nicht nur im Arztberuf, auch in der Pflege arbeiten sehr viele Frauen. Familiäre Aufgaben sind immer noch (zu) häufig Frauensache - und mit Schichtarbeit in der Klinik schwer zu vereinbaren.

Daher sind familienfreundliche und flexible Arbeitszeitmodelle gefragt. Allerdings sind die Ansätze dafür in der deutschen Kliniklandschaft noch sehr heterogen und werden in den einzelnen Häusern mehr oder weniger konsequent umgesetzt ...

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