Ärzte Zeitung online, 01.08.2013
 

Rhön-Klinikum AG

Kartellamt weist Asklepios endgültig ab

Klinikbetreiber will Auflagen des Bundeskartellamtes nicht erfüllen.

BONN. Das Bundeskartellamt hat der Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft nun endgültig untersagt, sich mit bis zu 10,1 Prozent der Aktien an dem Wettbewerber Rhön-Klinikum AG zu beteiligen.

Wie das Kartellamt mitteilt, hätte es den Zusammenschluss nur genehmigt, wenn die von Asklepios betriebene Harzklinik, das Dr.-Herbert-Nieper-Krankenhaus, sowie das Medizinische Versorgungszentrum MVZ Harz an einen unabhängigen Krankenhausträger veräußert worden wäre.

Ansonsten hätte der Zusammenschluss eine marktbeherrschende Stellung von Asklepios im Raum Goslar verstärkt. Dieser Bedingung möchte Asklepios laut Kartellamt nun nicht mehr nachkommen.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, zu der Entscheidung: "Dies ist das erste Mal in unserer Fallpraxis, dass die Beteiligten ihr eigenes Angebot zur Beseitigung wettbewerblicher Probleme schließlich doch nicht umsetzen wollen und deshalb aus einer Freigabe unter aufschiebender Bedingung eine Untersagung wird."

Asklepios kann laut Kartellamt ohne vorherige kartellbehördliche Genehmigung keine Beteiligung - auch keine Minderheitsbeteiligung - an der Rhön-Klinikum AG erwerben, wenn die Höhe dieser Beteiligung Asklepios in die Lage versetzen würde, einen wettbewerblich erheblichen Einfluss auszuüben. (maw)

Topics
Schlagworte
Klinik-Management (11564)
Organisationen
Rhön-Klinikum (174)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

"Super Mario" hält Senioren geistig fit

3D-Computerspiele trainieren die räumliche Orientierung älterer Menschen - und schützen einer Studie zufolge vor Demenz. mehr »

Bei PKV und GKV sind viele Optionen möglich

16.30 hEine Bürgerversicherung "pur" wird es mit der Union nicht geben. Für Veränderungen im Versicherungssystem zeigen sich CDU/CSU aber offen. mehr »

Mehr Qualität beim Ultraschall nötig

Bei Diagnosen im Bauchraum erreicht ein nicht ausreichend qualifizierter Arzt nur eine geringe Treffsicherheit. Anlass für die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin für klare Qualitätsregelungen zu plädieren. mehr »