Ärzte Zeitung online, 08.08.2013
 

Neue Kinderklinik

Grünes Licht für Großhadern

MÜNCHEN. Die Bayerische Staatsregierung hat jetzt grünes Licht für den Neubau einer Kinderklinik am Klinikum der Universität München in Großhadern gegeben.

Für den Neubau, der das traditionsreiche Dr. von Haunersche Kinderspital in der Innenstadt ersetzen soll, werde der Freistaat 125 Millionen Euro bereitstellen, teilte Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch in München mit.

Die Gesamtkosten für das "Neue Hauner" inklusive der baugebundenen Medizintechnik werden auf insgesamt 159,4 Millionen Euro beziffert.

Der Differenzbetrag zu den 125 Millionen Euro soll hauptsächlich aus Spenden sowie aus Rücklagen des Klinikums finanziert werden. Die neue Klinik soll 2021 in Betrieb genommen werden.

Geplant sind 254 vollstationäre Betten und eine Tagesklinik mit 30 Plätzen auf fast 22.000 Quadratmetern Nutzfläche. In Großhadern sollen nach Angaben der Universität künftig 14.000 stationäre, 3300 tagesklinische und 40.000 ambulante Fälle pro Jahr versorgt werden.

Das Haunersche Kinderspital ist in der Kinderheilkunde und Kinderchirurgie eines der größten Zentren seiner Art in Deutschland. Auch in Forschung und Lehre ist das Haunersche ein internationales Aushängeschild.

"Keine andere Universitätskinderklinik kann stolz sein über gleich zwei Träger des Leibnizpreises der Deutschen Forschungsgemeinschaft - des wohl renommiertesten deutschen Wissenschaftspreises", erklärte Heubisch.

Professor Christoph Klein, seit März 2012 Direktor der Kinderklinik, erhielt den Preis 2010. Und 2013 wurde Professor Erika von Mutius für ihre Forschung auf dem Gebiet der Asthma- und Allergiekrankheiten bei Kindern ausgezeichnet. (sto)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Überlebensvorteil bei Übergewicht nur ein Trugschluss?

Übergewicht ist ein kardiovaskulärer Risikofaktor, doch wer schon eine entsprechende Erkrankung hat, lebt länger. Stimmt dieses "Adipositas-Paradox" vielleicht gar nicht? mehr »

Digitalisierung – Ärzte zwischen Hoffnung und Ernüchterung

Viele Ärzte im Krankenhaus verbinden mit der Digitalisierung die Hoffnung auf Arbeitserleichterungen. Zugleich beklagen sie mangelhafte Vorbereitung und Umsetzung, so eine Umfrage. mehr »

Oh, Britannia! Was hat der "Brexismus" aus dir gemacht?

Von wegen Tea Time, Queen und Linksverkehr: Nicht nur der Blick der Briten auf die EU hat sich geändert. Umgekehrt blicken auch Menschen weit außerhalb Europas inzwischen mit Unverständnis auf die Insel. mehr »