Ärzte Zeitung online, 16.08.2013

Marseille-Kliniken

Bald auch IT-Berater

Das Pflegegeschäft der Marseille-Kliniken könnte mittelfristig abgespalten oder verkauft werden, kündigt das Unternehmen an.

BERLIN/HAMBURG. Der Pflegeheimbetreiber Marseille-Kliniken erwägt den Abschied von seinem Kerngeschäft und will sich als IT-Beratungsunternehmen neu aufstellen.

"Ich will das Unternehmen umstrukturieren in Richtung eines Beratungs- und IT-Hauses", sagte Mehrheitseigner Ulrich Marseille dem "Handelsblatt" (Donnerstag).

Eine neue Software zur Steuerung von Betriebsabläufen und Datenerfassung in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen könnte die Grundlage für eine neue Geschäftseinheit werden, sagte Marseille. Die auf SAP basierende Software hat eine Firma von Marseille entwickelt.

Das Pflegegeschäft könnte laut Marseille mittelfristig abgespalten oder verkauft werden. Im Herbst solle die Hauptversammlung über den erweiterten Unternehmenszweck abstimmen.

Die neue Software könne großen Organisationen wie Caritas, Rotes Kreuz und Arbeiterwohlfahrt helfen, interne Abläufe effizienter zu gestalten und der gesetzlich geforderten Dokumentationspflicht gerecht zu werden.

Die Marseille-Kliniken erzielten zuletzt mit 57 Pflegeheimen und Serviceleistungen in der ambulanten Pflege einen Jahresumsatz von 195 Millionen Euro und einen Betriebsgewinn von gut elf Millionen Euro. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Impfpflicht löst Masernproblem nicht

Eine Impfpflicht bei Masern würde ungeimpfte Erwachsene als Verursacher nicht erreichen und Skeptiker vor den Kopf stoßen. Ausbrüche sind nur mit mehr Engagement zu verhindern, so RKI-Präsident Prof. Lothar Wieler. mehr »