Ärzte Zeitung, 03.09.2013

Charite

Mehr Hilfe für Familien mit Frühchen

BERLIN. Familien mit frühgeborenen oder schwerkranken Babys werden in Berlin beim Übergang in den häuslichen Alltag mehr unterstützt. Das soll eine neue Kooperation der Uniklinik Charité mit dem Kindergesundheitshaus e.V. leisten.

"Viele Eltern haben Angst, ihr Kind beim Verlassen der Klinik nicht kompetent versorgen zu können, und brauchen Orientierungshilfe beim Bewältigen der auf sie einströmenden Informationsflut", sagt Dr. Theodor Michael, Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) am Campus Virchow-Klinikum der Charité.

Nun begleitet ein interdisziplinäres Team aus Sozialpädagogen, Ärzten, Psychologen und Pflegekräften die Familien bis ins häusliche Umfeld. Das Angebot bildet eine Brücke zwischen stationärer und ambulanter Betreuung.

Das Kindergesundheitshaus ist auch für das zweite große Perinatalzentrum in Berlin, das Vivantes Klinikum Neukölln, tätig. Es hat auf dem Klinikgelände kürzlich ein Elternhotel eröffnet.

Die bisherige Arbeit des spendenfinanzierten Vereins hat laut Charité gezeigt, dass die Vernetzung der Kooperationspartner der sozialmedizinischen Nachsorge die Therapiedauer verkürzt und den Behandlungserfolg langfristig sichert. Ebenso sinke die Wahrscheinlichkeit einer stationären Wiederaufnahme der Kinder. (ami)

Weitere Informationen unter: www.kindergesundheitshaus.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Lebensmittelallergie kommt oft mit den Jahren

Viele Menschen glauben, sie haben eine Nahrungsmittelallergie – dabei ist das oft falsch, so Forscher. Und wer eine hat, bekommt sie häufig erst als Erwachsener. mehr »

Wenn HIV-Selbsttests falsch anschlagen

Die Packungsbeilagen etlicher HIV-Selbsttests sind fahrlässig unvollständig: Über die eher geringe Wahrscheinlichkeit, bei einem positiven Test tatsächlich infiziert zu sein, erfahren Anwender nichts. mehr »

Für eine Welt ohne Typ-1-Diabetes

Ein hohes Risiko für Typ-1-Diabetes im Kindesalter erkennen und die Krankheit verhindern, ist das Ziel von Wissenschaftlern. Eine provokante PR-Aktion wirbt für ihre Arbeit. mehr »