Ärzte Zeitung online, 22.11.2013
 

Berlin

Charité möbelt Benjamin auf

Für 19 Millionen Euro entstehen an der Berliner Universitätsmedizin neue OP-Säle. Nach Abschluss der Arbeit soll die OP-Fazilität zu den modernsten Berlins zählen.

BERLIN. Die Berliner Uniklinik Charité hat eine zweite Baustelle. Neben der Sanierung des Bettenhochhauses in Mitte werden nun am Campus Benjamin für 19 Millionen Euro zehn neue Operationssäle eingerichtet. Sie ersetzen OP-Säle, die noch aus den sechziger Jahren stammen.

"Die Sanierung der Operationssäle ist dringend erforderlich, da die gebäude- und die medizintechnischen Ausstattungen nicht mehr dem heutigen Standard entsprechen und die Systeme zunehmend havarieanfällig sind", so Christian Kilz, Bauchef der Charité.

Für die Bauarbeiten ist ein Budget von 19 Millionen Euro vorgesehen. Darin enthalten sind auch die Kosten für eine anteilige Sanierung des Daches, die Erneuerung der zugeordneten Technikzentrale und die Erweiterung des Umkleidebereichs für das Personal.

OP-Betrieb soll während des Umbaus weitergehen

Die Baumaßnahmen sollen bis Anfang 2016 abgeschlossen sein. Sie erfolgen in zwei Abschnitten mit jeweils fünf OP-Sälen. Der Operationsbetrieb läuft dabei weiter. Dazu werden die restlichen Operationssäle im zentralen Operationsbereich und an anderen Stellen im Haus intensiver genutzt.

Der neue OP-Bereich wird deutlich offener gestaltet und mit neuester medizinischer Informationstechnologie ausgestattet. "Nach Abschluss der Sanierung wird der zentrale Operationsbereich zu den modernsten Einrichtungen Berlins gehören", kündigte der Ärztliche Direktor Professor Ulrich Frei an.

Nebenräume werden so zusammengefasst, dass auf gleicher Fläche fünf statt bisher vier OP-Säle entstehen, die zudem noch größer als bisher sind und heutigen OP-Abläufen entsprechen.

Zwei der Operationssäle sind als Hybrid-OP-Säle mit verschiedenen bildgebenden Verfahren geplant. Das ist besonders für die Gefäß- und Neurochirurgie wichtig. Vorgesehen ist auch eine spezielle IT-Ausstattung, die Videokonferenzen während eines Eingriffs ermöglicht.

Das soll unter anderem einer Verbesserung der Medizinerausbildung dienen. (ami)

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