Ärzte Zeitung online, 26.09.2014

Abrechnung

DRG- und PEPP-Katalog für 2015 steht

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat sich mit gesetzlichen und privaten Krankenkassen auf den Fallpauschalenkatalog und den PEPP-Katalog für 2015 geeinigt. Vor allem bei intensivmedizinischen und chirurgischen Leistungen wurde nachgebessert.

BERLIN. Der Fallpauschalenkatalog und der PEPP-Entgeltkatalog für 2015 sind fertig. Das haben Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), GKV-Spitzenverband und PKV-Verband gemeinsam mitgeteilt.

Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) hat an einigen Stellen den DRG-Katalog überarbeitet. Der Schwerpunkt lag darauf, intensivmedizinische Behandlungen, besonders die von Kindern, besser abzubilden.

Darüber hinaus wurden Dokumentations- und Abrechnungsmöglichkeiten generell für die Behandlung von Kindern angepasst.

Für Leistungen der Abdominalchirurgie, Gastroenterologie, Orthopädie und Unfallchirurgie (endoprothetische Revisions-Op und Eingriffe an der Wirbelsäule) wurden neue Differenzierungen in den DRG-Katalog aufgenommen.

Über die Fallpauschalen erzielen die Krankenhäuser ein Umsatzvolumen von jährlich 70 Milliarden Euro.

Beim Katalog für das Pauschalierende Entgeltsystem für Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP) sei bei der Weiterentwicklung die "Kritik aus Fachkreisen" aufgegriffen worden, sagt Johann-Magnus von Stackelberg vom GKV-Spitzenverband.

So wurden neue Tagesentgelte aufgenommen und der Entlassungstag kann zusätzlich abgerechnet werden. Auch sinken die Bewertungsrelationen im Behandlungsverlauf deutlich weniger als bisher.

Behandlungsverläufe sollen nun besser abgebildet und die Behandlung von schwerstkranken und langliegenden Patienten besser erfasst werden.

Für die Behandlungsfälle, die über den Jahreswechsel von 2015 auf 2016 zusammengeführt werden müssen, hat die DKG mit den Kassenverbänden administrative Vereinfachungen vereinbart.

"Ich bin davon überzeugt, dass wir am Ende der Entwicklung eine gerechte Vergütung in der Psychiatrie bekommen, die sich mehr an den Bedürfnissen der Patienten orientiert", sagt Stackelberg. (jvb)

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