Ärzte Zeitung online, 07.11.2014
 

Verband

Notaufnahmen machen eine Milliarde Euro Verlust pro Jahr

NÜRNBERG. Die Notaufnahmen in deutschen Krankenhäusern machen nach Verbandsangaben mindestens eine Milliarde Euro Verlust pro Jahr.

"Wir versorgen in Deutschland mindestens 20 Millionen Patienten im Jahr", sagte Christoph Dodt, Präsident der Deutschen Gesellschaft interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin, am Freitag in Nürnberg.

96 Prozent der Fälle seien unterfinanziert. Die Notaufnahmen seien die "Feuerwehr" im Gesundheitssystem. Doch mittlerweile gebe es hier ein riesiges Qualitätsproblem.

Der Verband forderte mehr Geld für die schnelle Versorgung im Notfall und eine dreijährige spezifische Ausbildung zum Facharzt für Notfallmedizin.

"Wir brauchen in den Notaufnahmen Generalisten, die dann den richtigen Fachmediziner hinzuziehen." (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Überlebensvorteil bei Übergewicht nur ein Trugschluss?

Übergewicht ist ein kardiovaskulärer Risikofaktor, doch wer schon eine entsprechende Erkrankung hat, lebt länger. Stimmt dieses "Adipositas-Paradox" vielleicht gar nicht? mehr »

Digitalisierung – Ärzte zwischen Hoffnung und Ernüchterung

Viele Ärzte im Krankenhaus verbinden mit der Digitalisierung die Hoffnung auf Arbeitserleichterungen. Zugleich beklagen sie mangelhafte Vorbereitung und Umsetzung, so eine Umfrage. mehr »

Oh, Britannia! Was hat der "Brexismus" aus dir gemacht?

Von wegen Tea Time, Queen und Linksverkehr: Nicht nur der Blick der Briten auf die EU hat sich geändert. Umgekehrt blicken auch Menschen weit außerhalb Europas inzwischen mit Unverständnis auf die Insel. mehr »