Ärzte Zeitung App, 25.11.2014

Therapiesicherheit

E-Arzneicheck gegen riskante Pillencocktails

BERLIN. Klinikpatienten erhalten mitunter riskante Arzneicocktails. Das Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) will die Arznei-Therapiesicherheit nun mit einem elektronischen Medikamentencheck verbessern. Der elektronische Pharma-Check ist in dieser Form nach Angaben des ukb bundesweit einmalig.

Er ist in die weit entwickelte elektronische Patientenakte an der berufsgenossenschaftlichen Klinik integriert. "Damit führen wir konsequent unseren Weg fort, Innovationen anzuwenden, die sinnvoll sind und dem Patienten wirklich Nutzen bringen", sagt Professor Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des ukb.

Der elektronische Medikamenten-Check warnt vor Neben- und Wechselwirkungen, Überdosierungen und Kontraindikationen. Das System gibt auch Hinweise aus der Roten Liste. Der Arzt ist an die Empfehlungen jedoch nicht gebunden.

ukb-Chefapotheker Dr. Jörg Brüggmann betont den Vorteil der elektronische Variante: "Fehlinterpretationen durch handschriftlich in Patientenakten eingetragene Verordnungen, wie sie bislang leider immer wieder vorkommen, werden vermieden." (ami)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Schmerzloses Impfen per Pflaster

Forscher arbeiten an Impfpflastern, mit denen sich Vakzinen schmerzfrei applizieren lassen, ganz ohne Nadel. Die Pflaster haben viele Vorteile und könnten für höhere Impfraten sorgen. mehr »

Paul Ehrlich-Preis für Forschung zu Proteinfaltung

Für ihre Forschung zu Chaperonen erhalten Franz-Ulrich Hartl und Arthur L. Horwich den Paul Ehrlich-Preis 2019. Ihre Erkenntnisse könnten für neue Therapien bei neurodegenerativen Erkrankungen eingesetzt werden. mehr »

Ärzte sehr enttäuscht über Brexit-Votum

Das britische Parlament hat das von Premierministerin May ausgehandelte Brexit-Abkommen mit der EU abgeschmettert. Ärzte und Pharmabranche zeigen sich enttäuscht – und fordern endlich Klarheit. mehr »