Ärzte Zeitung, 30.07.2015

Westfalen-Lippe

Nicht genug Plätze für suchtkranke Straftäter

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) schlägt Alarm: In den Suchtfachkliniken des LWL reichen die Behandlungskapazitäten für suchtkranke Straftäter nicht aus.

KÖLN. Während die Zahl der wegen einer Abhängigkeitserkrankung untergebrachten schuldunfähigen Verurteilten zurzeit bei rund 440 liegt, stehen für sie in den Suchtfachkliniken nur 290 Plätze zur Verfügung.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) schlägt deshalb Alarm: In den Suchtfachkliniken des LWL reichen die Behandlungskapazitäten für suchtkranke Straftäter nicht aus.

Die Folge ist, dass die suchtkranken Patienten in den LWL-Maßregelvollzugskliniken untergebracht sind, in der Allgemeinpsychiatrie des Verbands und in der Suchtfachklinik eines anderen Trägers.

"Der Belegungsdruck ist ein bundesweites Problem und damit eine Herausforderung, der nicht nur wir uns in unseren LWL-Maßregelvollzugskliniken stellen müssen", sagt Dr. Bernd Gimmek, Leiter der Forschungsgruppe "Sucht" des LWL-Maßregelvollzugs. (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »