Ärzte Zeitung, 29.07.2015

Kabinettsbeschluss

Augsburg bald mit eigenem Uniklinikum

MÜNCHEN. Das Augsburger Klinikum soll das sechste Universitätsklinikum in Bayern werden. Einen entsprechenden Beschluss hat jetzt das Bayerische Kabinett gefasst.

Demnach soll das Klinikum bis 2018 aus der Trägerschaft der Stadt und des Landkreises Augsburg in eine staatliche Trägerschaft überführt werden.

Darüber hinaus sehen die vom Kabinett beschlossenen Eckpunkte ein "innovatives Lehrangebot und ein standortspezifisches Forschungskonzept" vor, teilte die Bayerische Staatskanzlei mit. So soll ein Modellstudiengang eingeführt werden, der eine enge Verzahnung der klinischen und vorklinischen Fächer vorsieht.

Die Zahl der Studierenden soll stufenweise aufgebaut werden. In den ersten Jahren sollen zunächst rund 80 Studienanfänger zugelassen werden. Im Endausbau sollen am Uniklinikum in Augsburg jährlich rund 250 angehende Mediziner ihr Studium aufnehmen können, sodass künftig insgesamt etwa 1500 Medizinstudierende in Augsburg ausgebildet werden.

Bayerns Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle erklärte, er erwarte ein positives Votum des Wissenschaftsrates zum Forschungskonzept. Eine Entscheidung des Wissenschaftsrates soll 2016 erfolgen. (sto)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hoffnung für Leukämiepatienten

In den USA steht die erste Gentherapie zur Behandlung von Krebskranken vor der Zulassung. Auch in Deutschland dürfte es nicht mehr allzu lange dauern, bis es so weit ist. mehr »

Kaugummi erkennt Infektionen im Mund

Ein neuer Kaugummi-Schnelltest soll künftig dabei helfen, bakterielle Entzündungen früh im Mund zu erkennen. Die Idee ist so einfach wie hilfreich: Durch Kauen erkennt der Patient selbst, ob es ein Problem gibt. mehr »

Zwangsbehandlung nur als letztes Mittel

Das Bundesverfassungsgericht setzt enge Vorgaben für die Behandlung von nicht einsichtsfähigen Patienten gegen ihren Willen. Die Richter fordern ein Gesetz, das die Voraussetzungen für eine Zwangsbehandlung klar benennt. mehr »