Ärzte Zeitung online, 30.09.2015

Krankenhausstatistik

Klinikkosten gehen weiter nach oben

WIESBADEN. Die Krankenhauskosten in Deutschland sind weiter gestiegen. Für den Zeitraum des zweiten Halbjahres 2014 und des ersten Halbjahres 2015 beträgt das Plus 1,57 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (zweites Halbjahr 2013/erstes Halbjahr 2014), berichtete das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden.

Die Personalkosten stiegen dabei stärker (plus 2,22 Prozent) als die Sachkosten (plus 0,55 Prozent).

Bei der Erhebung zuvor lag die Gesamtveränderung, die durch den sogenannten Orientierungswert angegeben wird, bei 1,44 Prozent. Er gibt die durchschnittliche jährliche prozentuale Veränderung der Krankenhauskosten wieder, die ausschließlich auf Preis- oder Verdienständerungen zurückzuführen ist.

Die knapp 2000 Kliniken in Deutschland hatten zuletzt Kosten von rund 90 Milliarden Euro, wie das Bundesamt in seiner Krankenhausstatistik auflistet. Die Personalkosten lagen bei 53,8 Milliarden Euro und die Sachkosten bei 33,8 Milliarden Euro - diese beiden Blöcke machen den Großteil der Ausgaben aus.

Rund 19,1 Millionen Patienten wurden im Jahr 2014 behandelt. Die durchschnittliche Verweildauer in der Klinik betrug 7,4 Tage. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »

Eine Milliarde Euro mehr für Ärzte? KBV ist "enttäuscht"

Die Vertragsärzte in Deutschland bekommen im nächsten Jahr knapp eine Milliarde Euro mehr an Honorar. Das ist das Ergebnis der Honorarverhandlungen zwischen KBV und GKV-Spitzenverband. mehr »