Ärzte Zeitung, 15.06.2016

Investitionsplanung

Tool unterstützt Krankenhäuser

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank stellt Kliniken ein Tool zur Ermittlung des notwendigen Investitionsbedarfes zur Verfügung – kostenlos.

DÜSSELDORF. Immer mehr Kliniken benötigen externe Finanzmittel, um notwendige Investitionen in die Zukunftsfähigkeit stemmen zu können. Um Krankenhäuser bei der Investitionsplanung und dem Beziffern des externen Finanzbedarfs auf Basis relevanter Finanzkennzahlen zu unterstützen, hat die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) nun das Planungstool apoPLANER5 entwickelt.

Das Tool ist laut Standesbank in der Softwareumgebung jeder Klinik ohne zusätzliche Installationen einsetzbar.

Excel-Tool hilft bei Investitionsplanung

Sind geplante Investitionsmaßnahmen im aktuellen Wettbewerbsumfeld tragfähig? Rechnet sich die Erweiterung der eigenen Wertschöpfungskette? Lassen sich Synergien durch Kooperationen oder Zusammenschlüsse heben? Das seien typische Fragen, die sich bei den Überlegungen zur strategischen Ausrichtung ergeben.

Hier setze das Excel-basierte Planungstool an. Auf Grundlage der Daten zur aktuellen wirtschaftlichen Situation ermögliche es der apoPLANER5, entsprechende Prognosen zu erstellen und damit die Antworten auf diese Fragen in Zahlen abzubilden. Mit Blick auf die nächsten fünf Jahre, eigne sich das Tool zudem als Strukturierungshilfe für die Mittelfristplanung.

Ist eine Investition sinnvoll?

"Das Tool ermittelt den konkreten finanziellen Status quo und zeigt, ob ein Vorhaben wirtschaftlich sinnvoll ist. Auch die strategischen Überlegungen, die zuvor vielleicht noch an keiner Stelle dokumentiert waren, lassen sich abbilden und hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit in unterschiedlichen Szenarien bewerten", erläutert Michael Gabler, Bereichsleiter Firmenkunden der apoBank.

Das sei umso wichtiger, als die Spezialisierung einer Klinik hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit verstärkt in den Fokus rücke.

Mithilfe des Tools ließen sich die relevanten Daten aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlust-Rechnung sowie der Liquiditätsplanung eingeben. Neben den klassischen Finanzkennzahlen aus der Buchhaltung, die auf der Krankenhaus-Buchführungsverordnung basieren, sei in der Vorlage Platz für Leistungskennzahlen, für die Personalbedarfsstruktur und die Kapitalbedarfsrechnung für Investitionen. Kliniken erhielten die Lösung kostenfrei. (maw)

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