Ärzte Zeitung, 07.11.2016

Operation

Patient musste 17 Stunden auf Blinddarm-Op warten

GIEßEN. 180.000 Euro Schadenersatz soll laut einer Vergleichsempfehlung der Richterin ein Patient erhalten, der mit akuter Blinddarmentzündung nach Einlieferung ins Uniklinikum Gießen 17 Stunden auf einen Op-Termin hatte warten müssen. Außerdem soll nach der Operation eine Wundkompresse im Bauchraum vergessen worden sein. Das berichtet die "Gießener Allgemeine". Die Anwältin des Klägers – der auch vier Jahre nach der Op noch unter Spätfolgen klagt – hatte demnach 250.000 Euro Entschädigung für ihren Mandanten verlangt. Mit der Perspektive eines womöglich noch Jahre dauernden Rechtsstreits habe sie dem Vergleichsvorschlag aber zugestimmt. Das Klinikum müsse nun noch mit seiner Haftpflichtversicherung sprechen, ob auch sie die Einigung akzeptiert. (cw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schwere Grippewelle hat Deutschland im Griff

Die aktuelle Grippewelle tobt und beschert Praxen und Kliniken einen regen Zulauf. Das RKI hat Tipps, worauf Ärzte jetzt achten sollten. mehr »

Bodyguard lässt sich von Steuer absetzen

211.000 Euro hatte eine Frau für einen Bodyguard steuerlich abgesetzt - zu Recht, entschied jetzt ein Gericht. Eine Rentnerin aus NRW schützt sich so steuersparend vor einer falschen Ärztin. mehr »

Die Ängste der Akademiker

Albtraum Studium? Jeder sechste Studierende leidet nach Angaben der Barmer unter einer psychischen Störung. Tendenz steigend. mehr »