Ärzte Zeitung, 08.11.2016

Transplantate

Neuer Anbieter bei Hornhäuten

SULZBACH. Die Knappschaft verbucht einen Erfolg in der Gewebemedizin. Denn die Knappschafts-Gewebebank Saar in Sulzbach dürfe nun nach der Genehmigung durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als bundesweit zweiter Anbieter neben herkömmlichen ab sofort auch vorpräparierte Hornhauttransplantate für Patienten vermitteln, die sich einer DMEK-Op unterziehen wollen.

Die Abkürzung steht für Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty. Dabei handelt es sich um eine neu entwickelte, schonende Methode zur Hornhauttransplantation.

Das PEI habe die Gewebebank Sulzbach als weitere Betriebsstätte in die Genehmigung der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) aufgenommen, wie die DGFG mitteilt. Ohne diese Genehmigung der Bundesoberbehörde dürfe keine Gewebebank Augenhornhäute an andere Kliniken abgeben.

Pro Jahr transplantieren Ärzte in Deutschland nach Informationen der DGFG etwa 6000 Hornhäute. Mehr als die Hälfte der Operationen seien inzwischen lamelläre Transplantationstechniken, vor allem die DMEK. Die Wartezeit auf ein Transplantat sei in den vergangenen zehn Jahren deutlich zurückgegangen, versichert die DGFG. (maw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Dieses Training hält jung

Forscher haben in einer Studie Trainingsformen identifiziert, die die Zellalterung verlangsamen: Wer sein Leben verlängern will, sollte wohl eher aufs Laufband als in die Muckibude. mehr »

Mehr Ausgaben zur Gesundheitsförderung

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr 8,1 Millionen Menschen mit gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen erreicht – so viele wie nie zuvor. Doch es gibt auch Lücken. mehr »

Zahl der Abtreibungen zurückgegangen

2018 wird es wohl weniger Schwangerschaftsabbrüche geben als im Jahr zuvor, so eine Statistik. mehr »