Ärzte Zeitung online, 21.11.2016
 

Nordfriesland

Asklepios stärkt Standort auf Sylt

Der private Klinikkonzern Asklepios will seinen Standort in Westerland modernisieren. Investiert wird auch in Wohnraum für Mitarbeiter.

WESTERLAND. Die Asklepios Kliniken GmbH investiert rund zehn Millionen Euro in ihren Standort Westerland auf Sylt. Die Reha-Klinik erhält kommendes Jahr ein neues Bettenhaus, für Mitarbeiter wird ein Wohnhaus errichtet.

Asklepios-CEO Dr. Thomas Wolfram spricht von einem "klaren Statement für die Zukunftsorientierung" der Nordseeklinik. Dort hatte es in den vergangenen Jahren wiederholt Kritik am Klinkkonzern gegeben, nachdem dieser in seiner Akutklinik die Geburtshilfe auf der Insel geschlossen hatte (wir berichteten).

Der Neubau des Reha-Klinikgebäudes kostet den Konzern rund 8,2 Millionen Euro aus Eigenmitteln. Das Gebäude wird auf drei Etagen und 3400 Quadratmetern über 71 Betten und mehrere Veranstaltungs- und Therapieräume verfügen. Das bestehende Haus wird abgerissen. Zwei weitere Gebäude sind jüngst renoviert worden.

Die Rehaklinik liegt direkt am Weststrand der Insel. Nach Fertigstellung des Neubaus wird sie unverändert über insgesamt 290 Betten in den Fachbereichen Pneumologie, gynäkologische Onkologie, Dermatologie und Orthopädie verfügen. Eine Beeinträchtigung des Akutbetriebes sehen die Verantwortlichen durch die Baumaßnahmen nicht.

Beide Kliniken – Reha und Akuthaus – sollen aber von der Errichtung eines 1,66 Millionen Euro teuren Mitarbeiterhauses profitieren. Ziel ist "hochwertiger und bezahlbarer Wohnraum" für die Beschäftigten. Zehn Wohneinheiten umfassen jeweils zwei bzw. zweieinhalb Zimmer, die zwischen 40 und 50 Quadratmeter groß sind.

Außerdem sollen zwei 153 Quadratmeter große 5-Zimmer-Wohnungen für Familien entstehen. Asklepios reagiert damit auf das knappe Angebot an bezahlbarem Wohnraum auf Sylt.

Viele Arbeitnehmer können die durch den Tourismus nach oben getriebenen Mietpreise nicht bezahlen und suchen sich Wohnungen auf dem Festland. Folge ist eine Abwanderung von Fachkräften in allen Branchen. (di)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tausende HPV-Tumoren pro Jahr sind vermeidbar

Viele Krebserkrankungen in Deutschland ließen sich durch einen HPV-Schutz vermeiden, so RKI-Berechnungen. Das Institut rät zum Impfen - das könnte auch bei Jungen sinnvoll sein. mehr »

Mit Kohlenhydrat-Tagen die Insulinresistenz durchbrechen

Typ-2-Diabetiker mit schwerer Insulinresistenz können vom Prinzip einer hundert Jahre alten Haferkur profitieren. Erfahrungsgemäß sprechen 70 Prozent der Betroffenen darauf an. mehr »

Kliniken in Nordrhein sind Vorreiter beim E-Arztbrief

Der Klinikbetreiber Caritas Trägergesellschaft West zählt zu den Vorreitern des elektronischen Arztbriefes über KV-Connect. Viele Niedergelassene sind bereits angeschlossen. mehr »