Ärzte Zeitung online, 08.02.2017

Gesundheit Nordhessen

Bis 2020 weiter partieller Gehaltsverzicht

Der kommunale Klinikverbund Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) setzt seinen "Zukunftssicherungstarifvertrag" für weitere vier Jahre bis Ende 2020 fort.

KASSEL. Darauf haben sich die GNH, der Kommunale Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft Verdi geeinigt, teilte der Klinikbetreiber mit. Zudem gibt es einen einheitlichen Tarif für die unteren Lohngruppen.

Nach dem Zukunftssicherungstarifvertrag verzichten die Beschäftigten auf vier Prozent ihres Gehalts, im Gegenzug sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Je nach Ergebnis der einzelnen Untergesellschaft fließt das Geld im Folgejahr an die knapp 4800 Mitarbeiter zurück. Zuletzt waren dies für 2015 insgesamt 4,88 Millionen der einbehaltenen 5,35 Millionen Euro.

An dem Gehaltsverzicht beteiligen sich auch der GNH-Vorstand sowie die außertariflich Beschäftigten. Mit den Chefärztinnen und Chefärzten seien die "konstruktiven Verhandlungen" allerdings noch nicht abgeschlossen. Die tariflich bezahlten Ärzte sind an dem Sicherungs-Tarif dagegen nicht beteiligt. Der Marburger Bund habe hierüber nicht verhandelt, bedauerte der GNH-Vorstand.

Betriebsrat und Verdi zeigten sich insbesondere zufrieden, dass die GNH-Servicegesellschaft Ökomed in der Holding verbleibt. Damit sind auch die dort gebündelten Kräfte für Reinigung, Speisenversorgung und Logistik vor Kündigungen und Outsourcing geschützt. Zudem wurde für diese Gruppe ein einheitlicher Tarifvertrag vereinbart. (mwo)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Spahn soll Gesundheitsminister werden

Jünger und weiblicher will die CDU-Chefin ihr Kabinett und ihre Partei machen. In Männerhand bleibt das Gesundheitsressort: Jens Spahn soll hier der neue Minister werden. mehr »

Als Ärzte zu Mördern wurden

Vor 78 Jahren haben Ärzte auf der Schwäbischen Alb in Grafeneck erstmals Patienten mit Gas ermordet. Nachdem 10.654 Menschen tot waren, setzte das Schweigen ein. Jetzt hat die Ärztekammer an das dunkle Kapitel erinnert. mehr »

Praxen und Kliniken melden "Land unter"

Die heftige Grippewelle bringt Arztpraxen und Krankenhäuser an die Kapazitätsgrenzen. Manche Praxen müssen selbst wegen vieler erkrankter Mitarbeiter schließen, Kliniken nehmen teilweise keine Patienten mehr an. mehr »