Ärzte Zeitung online, 15.03.2017
 

Bedarf

Zi fordert, Klinikambulanzen zu schließen

BERLIN. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) mahnt "mehr Sachlichkeit" in der Diskussion um die Vergütung ambulanter Behandlungen in Klinikambulanzen an. Laut Zi lassen die Auslastungsdaten darauf schließen, dass die Kliniken vor allem deshalb nicht auf ihre Kosten kommen, weil es ein Überangebot an Notfallambulanzen gibt.

2015 habe die bundesweite Auslastung im Schnitt bei einem Patienten pro Stunde gelegen. In Bayern betrug sie sogar nur 0,8 Fälle pro Klinik und Stunde, heißt es. Das sei "insgesamt zu gering".

Vorhaltekosten für Ambulanzen ließen sich "durch eine Konzentration der Anlaufstellen" eher decken. Von Stillfried: "Unter Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten ist eine Reduzierung der Anzahl der Notfallambulanzen unumgänglich." Mit einer Marktbereinigung müsse vornehmlich dort begonnen werden, "wo Sie im Radius von 30 Minuten Fahrzeit 30 bis 60 Kliniken erreichen können". Der Kapazitätsabbau würde die Einrichtung neuer Bereitschaftspraxen an Kliniken erleichtern, die dann wiederum mit einer besseren Auslastung rechnen könnten. (cw)

Lesen Sie dazu auch:
Interview: "Kliniken leben von Notfällen besser, als sie zugeben wollen"

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