Ärzte Zeitung online, 06.11.2017

Jamaika-Sondierung

MB befürchtet Aufweichen des Arbeitszeitgesetzes

MB befürchtet Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes

Knapp ein Viertel der Klinkärzte arbeitet inzwischen in Teilzeit.

© coloured photograph / Fotolia

BERLIN. Mit Skepsis beobachtet der Marburger Bund die Sondierungsgespräche beim Thema Arbeitszeitgesetz. In dem Sondierungspapier von Ende Oktober heiße es kryptisch, man spreche über die "Entwicklung des Arbeitszeitgesetzes" und die "Förderung von Zeitsouveränität der Beschäftigten", berichtete der Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, auf der Hauptversammlung seines Verbandes am Wochenende in Berlin.

"Das sind Fragen, die in unserer Mitgliedschaft hohe Relevanz haben, wenn damit gemeint ist, den Beschäftigten mehr Zeit für die Erfüllung ihrer Aufgaben in der Regelarbeitszeit zu geben", sagte Henke. Derzeit passiere allerdings häufig das Gegenteil, es werde Personal abgebaut. Für den MB sei aber klar: "Die bestehenden gesetzlichen und tariflichen Regelungen zum Schutz der Ärztinnen und Ärzte und anderer Beschäftigten sind eine Haltelinie, die nicht überschritten werden darf!" (chb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Vom Chefarzt zum Hausarzt-Assistenten

Selten dürfte es sein, wenn nicht einmalig: Dr. Roger Kuhn hat seinen Chefarztposten im Krankenhaus aufgegeben, um in einer Hausarztpraxis zu arbeiten – als Assistent. mehr »

Keine Notdienstpflicht für ermächtigte Krankenhausärzte

Muss ein ermächtigter Klinikarzt auch KV-Notdienst leisten? Nein, hat das Bundessozialgericht jetzt entschieden. mehr »

Wenn die Depressions-App zweimal klingelt

Smartphone-Apps könnten helfen, eine beginnende Depression oder ein hohes Suizidrisiko aufzuspüren. Lernfähige Algorithmen könnten ein verändertes Nutzerverhalten erkennen – und notfalls Alarm schlagen. mehr »