Ärzte Zeitung online, 08.11.2017

ASV Rheuma

Schaltstelle ELA bringt Teams auf den Weg

Der Weg zur neuen ASV Rheuma führt Ärzte-Teams über den Erweiterten Landesausschuss (ELA) und über eine Menge Formalia.

MÜNCHEN. Wer ein ASV-Rheuma- Team an den Start bringen möchte, hat gute Chancen. Die Umsetzung sei politisch erwünscht, wie Experten bei einem Workshop des Bundesverbandes ASV in München kürzlich konstatierten. "Unser Ziel sind viele Positivbescheide", so der bayerische ELA-Vorsitzende Doktor Alexander Knörr. Letztlich sei der Weg zum ASV-Team ein Anzeigeverfahren und kein Genehmigungsverfahren. Im Erfolgsfall erhalte das Team eine spezielle Berechtigung zur Ausübung der ASV während eines bestimmten Zeitraums. Antworte der Erweiterte Landesausschuss (ELA) zwei Monate lang nicht auf eine Einreichung, dürfe das Team loslegen. Diese Variante komme aber nicht allzu häufig vor. Denn der ELA könne die Frist verlängern, indem er Unterlagen nachfordert. Und das sei oft der Fall.

Die größte Hürde vor dem ASV-Start dürfte denn wohl auch der Papierkram sein. Oder, noch lieber, der Dateikram. Denn gerne, so Knörr, dürfe alles elektronisch erledigt werden. Alle notwendigen Vordrucke seien auf der Website des ELA verfügbar. Von jedem der ambulanten und stationären Ärzte im Team und von jeder Einrichtung würden etliche Nachweise verlangt. Das beinhalte Facharzturkunde, Absichtserklärung, Vorhandensein erforderlicher Geräte, Nachweis über Mindestzahlen spezifischer Leistungen, Kooperationsvertrag, und einiges mehr. Gerade an Kliniken müssten also viele Daten gesammelt werden.

Grundsätzlich könnten alle ambulanten und Klinikärzte der geforderten Fachrichtungen mitmachen. Bei angestellten Ärzten und Sicherstellungsassistenten sei das nicht möglich, da die ASV-Teams langfristig aufgestellt sein sollten. Gebe es Probleme bei geforderten Punkten, helfe der ELA gerne weiter. Hürden für Klinikärzte könnten etwa sein, den Nachweis über Mindestmengen spezifischer Leistungen wie Ultraschall-Untersuchungen zu erbringen. Die hätten viele Ärzte zwar durchgeführt, aber oft ohne formellen Nachweis. Dann könne beispielsweise der Chefarzt eine Bestätigung ausstellen. In manchen Praxen müsse wiederum vor dem Start noch an der Geräteausstattung nachgebessert werden. (cmb)

Lesen Sie dazu auch:
Noch nicht in trockenen Tüchern: ASV Rheuma - Startschuss im April?

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