Ärzte Zeitung online, 10.11.2017

Klinikkosten

Versorgung im Krankenhaus wird immer teurer

Das Statistische Bundesamt hat neue Zahlen zu den Kosten der Krankenhausversorgung veröffentlicht. Fazit: Die Aufwendungen steigen.

Der immer teurere Patient?

Die stationäre Versorgung kostete die Kliniken letztes Jahr 87,8 Milliarden Euro .

© Christian Ohde / dpa

WIESBADEN. Die Kosten für die stationäre Krankenhausversorgung steigen weiter. 2016 waren es mit 87,8 Milliarden Euro erneut 4,3 Prozent mehr als 2015, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden berichtet hat. Umgerechnet auf die rund 19,5 Millionen Patienten, die 2016 vollstationär in Kliniken behandelt wurden, lagen die Ausgaben je Fall bei durchschnittlich 4497 Euro – und damit 2,7 Prozent höher als im Jahr zuvor.

Die Gesamtkosten der Krankenhäuser beliefen sich letztes Jahr auf 101,7 Milliarden Euro. Der Betrag setzt sich im Wesentlichen aus Personalkosten (61,1 Milliarden Euro, plus 4,4 Prozent), Sachkosten (37,9 Milliarden Euro, plus 4,7 Prozent) und den Aufwendungen für den Ausbildungsfonds (1,4 Milliarden Euro, plus 6,3 Prozent) zusammen. Weitere 1,3 Milliarden Euro entfielen auf Steuern, Zinsen und ähnliche Aufwendungen sowie auf Kosten der Ausbildungsstätten.

Nicht-stationäre Behandlung bei 14 Milliarden Euro

In den Gesamtkosten waren auch die Ausgaben für nichtstationäre Leistungen in Höhe von 13,8 Milliarden Euro enthalten. Dazu zählen unter anderem die Ambulanzen und wissenschaftliche Forschung und Lehre.

Die durchschnittlichen Kosten je Fall waren in Brandenburg mit 4055 Euro am niedrigsten und in Hamburg mit 5232 Euro am höchsten. Die deutlichste Steigerung gab es in Sachsen mit 5,1 Prozent mehr. (dpa)

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