Ärzte Zeitung online, 21.12.2017

Klinikkonzern

Paracelsus-Kliniken stellen Insolvenzantrag

OSNABRÜCK. Die Paracelsus-Kliniken sind zahlungsunfähig. Am Donnerstag sei beim Amtsgericht Osnabrück ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt worden, teilte die Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH mit. Betroffen sind 40 Einrichtungen an 23 Standorten mit insgesamt 5200 Beschäftigten. Die beiden Restruktierungs- und Sanierungsexperten Andreas Ziegenhagen und Daniel Fritz seien als Generalbevollmächtigte bestellt worden und sollen die Geschäftsführung beraten.

Unternehmen, die gute Aussichten auf eine Fortführung des Geschäftsbetriebs sehen, können bei Gericht ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragen. Das ist eine Variante des Insolvenzrechts, die statt einer Abwicklung auf die Sanierung eines Unternehmens zielt.

Der Klinikbetrieb laufe zunächst an allen Standorten und in allen Abteilungen unvermindert weiter. Auch die Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld gesichert. Der Klinikkonzern sei in Schieflage geraten, nachdem einzelne Standorte der Gruppe erhebliche Verluste geschrieben haben. Nun solle versucht werden, die defizitären Einrichtungen neu aufzustellen.(dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Diese Faktoren begünstigen eine Demenz

Wer im mittleren Alter keinen Sport treibt, hat wohl ein stark erhöhtes Risiko, später an Demenz zu erkranken. Und das ist nicht der einzige Risikofaktor, den Forscher entdeckt haben. mehr »

Honorar-Einigung erzielt!

Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben nach siebenstündigen Verhandlungen ihre Honorargespräche erfolgreich abgeschlossen. mehr »

App sorgt für weniger Tage mit Migräne

Bei Einsatz einer Migräne-App lassen sich Kopfschmerztage merklich reduzieren – und zwar um rund ein Viertel, so eine aktuelle Studie. mehr »