Ärzte Zeitung online, 27.12.2017

Bundesarbeitsgericht

Uniklinik muss frühere Arzttätigkeit honorieren

Erwerbslücken schmälern nicht die bisherige Berufserfahrung, so die höchsten Arbeitsrichter.

ERFURT. Bei der Einstellung von Ärzten an den hessischen Universitätskliniken sind frühere ärztliche Tätigkeiten uneingeschränkt zu berücksichtigen. Auf Unterbrechungen kommt es bei der erstmaligen Eingruppierung nicht an, wie jetzt das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt entschied (Az.: 6 AZR 863/16).

Nach dem hier einschlägigen "TV Ärzte Hessen" richtet sich die Vergütung der Ärzte an den privatisierten hessischen Unikliniken zum einen nach Tätigkeit und Qualifikation, zum anderen nach der bisherigen Berufserfahrung.

Die klagende Ärztin hatte von April 2008 bis März 2010 zunächst zwei Jahre lang in einer Privatklinik gearbeitet. Zum 1. August 2011 wurde sie dann vom Land Hessen befristet für eine der Unikliniken eingestellt. Dabei berücksichtigte das Land die frühere Tätigkeit nicht, weil es danach bis zur Einstellung durch das Land eine Unterbrechung gegeben habe.

Doch laut Tarifvertrag könne dies nur beim Aufstieg während einer laufenden Tätigkeit eine Rolle spielen. Die für die Einstellung maßgeblichen Bestimmungen dagegen "kennen keine schädlichen Unterbrechungen", stellte nun das BAG klar. (mwo)

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