Ärzte Zeitung online, 22.09.2017

Arznei

vfa fordert gesetzliche Regeln zum Evidenztransfer

BERLIN. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat dem HIV-Therapeutikum Dolutegravir (Tivicay®) keinen Zusatznutzen in der pädiatrischen Anwendung (ab 6 Jahren) zuerkannt. Zur Anwendung bei Erwachsenen hatte er dem Integrasehemmer in einer früheren Bewertung teilweise sogar einen beträchtlichen Zusatznutzen (für therapienaive Patienten) attestiert.

Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) wirft dem GBA deshalb vor, "aus Prinzipienreiterei die Übertragung von Erkenntnissen aus der Therapie Erwachsener auf Kinder" abzulehnen. Bis heute habe der GBA keine Kriterien für einen solchen Evidenztransfer entwickelt. Jetzt müsse der Gesetzgeber hierzu "klare Vorgaben machen". (cw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Resolution gegen DSGVO-Verunsicherung und Abmahn-Angst

Nach einer ersten Abmahnwelle in Bremen wächst bei Ärzten die Verunsicherung wegen der Datenschutzgrundverordnung. 60 Verbände und die KBV haben darauf nun reagiert. mehr »

Der kleine Unterschied ist größer als gedacht

Krankheiten verlaufen bei Männern und Frauen unterschiedlich, das ist bekannt. Die Gendermedizin deckt immer mehr die geschlechtsspezifischen Besonderheiten auf. mehr »

Neue Leitlinie stärkt medikamentöse ADHS-Therapie

In den neuen S3-Leitlinien zu ADHS wird die medikamentöse Therapie bei mittelschweren Symptomen gestärkt. Experten betonen aber, dass die Arzneien nur ein Teil eines umfassenden Therapiekonzepts sein dürfen. mehr »