Ärzte Zeitung, 03.03.2015

Kommentar zur Demografie-Studie

Krise bietet Chancen

Von Matthias Wallenfels

Der demografische Wandel und die Zunahme der Zivilisationskrankheiten bergen für sich genommen schon genug Sprengstoff für die betroffenen Länder rund um den Globus, wenn es um die Erhaltung der Zukunftsfähigkeit ihrer Gesundheitssysteme geht.

HIV/Aids und Seuchenausbrüche wie die gegenwärtige Ebola-Epidemie in Westafrika setzen - regional akzentuiert - Staatsregierungen zusätzlich unter Druck, wenn es darum geht, die medizinische Versorgung der Bevölkerung - meist auf niedrigem Level - überhaupt noch irgendwie aufrechtzuerhalten.

So absurd das auf den ersten Blick auch anmuten mag: Die Weisheit, dass in jeder Krise auch eine Chance steckt, könnte sich nun gerade in den ärmeren Ländern bewahrheiten.

Ein Schlüssel dazu könnte der Einsatz modernster Medizintechnik sein. Telemedizin könnte als Schlüssel dienen, marode Versorgungsstrukturen aufzubrechen und für einen Innovationssprung im ambulanten wie stationären Bereich zu sorgen.

Knackpunkt wird sein, woher das Geld für die Finanzierung der Ausstattung und das Personal für deren fachgerechte Bedienung kommen sollen. Lohnen würde sich ein entsprechendes Engagement - auch der Weltgemeinschaft - allemal.

Lesen Sie dazu auch:
Demografie-Studie: Volkskrankheiten als Kostentreiber

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Jeder dritte Brustkrebs im MRT übersehen

MRT-Bilder helfen, Brustkrebs früh aufzuspüren – doch in vielen Fällen gelingt das nicht. Eine niederländische Studie ergab: Jedes dritte Karzinom ist im MRT übersehen worden. mehr »

Neun Millionen Klinik-Infektionen jährlich

15:41Infektionen in Kliniken und Pflegeheimen sind in Europa ein großes Problem. Jährlich infizieren sich dort rund neun Millionen Bürger, berichtet die EU-Seuchenbehörde. Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend. mehr »

Bangen und Hoffen bei Auslands-Briten

Das Ringen um einen Brexit-Vertrag geht auf die Zielgerade. Doch für EU-Bürger auf der Insel und Auslands-Briten ist es eine Zeit des Wartens. Das macht Großbritannien für qualifizierte Fachkräfte nicht attraktiver, meine unser Blogger Arndt Striegler. mehr »