Ärzte Zeitung online, 13.11.2015

Medica

Wankas Plattform für Forschungsförderung

Die weltgrößte Medizinmesse Medica hofft mit einem neuen Konzept auf eine bessere Auslastung.

DÜSSELDORF. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) wird auf der Medica ein neues Förderkonzept ihres Ministeriums für die Medizininformatik vorstellen.

Das kündigte Horst Giesen an, bei der Messe Düsseldorf verantwortlicher Direktor für die Messen Medica und Compamed. "Wir sind ganz gespannt, was die Bundesregierung bei der Medizininformatik vorhat."

Ziel des Förderkonzepts sei es, sowohl die Forschung als auch die Patientenversorgung durch innovative IT-Lösungen zu verbessern, ließ Wanka mitteilen.

"Diese IT-Lösungen sollen den Austausch und die Nutzung von Daten aus Krankenversorgung, klinischer und biomedizinischer Forschung über die Grenzen von Institutionen und Standorten hinweg ermöglichen."

Im Fokus stehen zunächst die Universitätskliniken. Das Förderkonzept solle aber alle Berufsgruppen erreichen, die mit der Patientenversorgung zu tun haben und dabei gesundheitsrelevante Daten erheben, verarbeiten oder nutzen. "Ich bin überzeugt, dass wir auf der Medica alle Adressaten erreichen können", sagte die Ministerin.

Die Medica beginnt am Montag - ein Novum in der Geschichte der weltgrößten Medizinmesse. Statt wie bislang von Mittwoch bis Samstag läuft sie ab jetzt von Montag bis Donnerstag. "Wir hoffen auf einen besseren Ausgleich über die Tage", erläuterte Messechef Joachim Schäfer.

In den vergangenen Jahren seien die Besucherzahlen am Samstag kontinuierlich zurückgegangen. Die Medica hat 2015 mit 4954 Ausstellern aus 70 Nationen gegenüber den 4840 im Vorjahr noch einmal zugelegt. "Das Haus ist voll." Schäfer erwartet 128.000 Besucher aus aller Welt.

Die auf der Messe stattfindende Medica Education Conference - eine Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin - widmet sich an den vier Tagen jeweils vier Schwerpunktthemen: Chirurgie und neue operative Techniken, Bildgebung, Endoskopie und Interventionen, Geriatrie, Ernährungs- und Palliativmedizin sowie Infektiologie, Entzündung und Labormedizin. (iss)

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