Ärzte Zeitung online, 29.11.2018

Verkürzter Versorgungsweg

Hörgeräte direkt vom HNO-Arzt

BERLIN. Versicherte vieler Ersatzkassen können künftig wählen, ob sie sich bei der Auswahl eines Hörgerätes von einem Hörakustiker oder einem HNO-Arzt beraten lassen wollen.

Das regelt ein Vertrag des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek), der zum 1. Dezember in Kraft tritt, teilt der vdek mit.

Bislang war für die Patienten nur die Beratung und Versorgung durch den Hörgeräteakustiker möglich. Im neuen „verkürzten Versorgungsweg“ können volljährige Versicherte ihre Hörgeräte direkt vor Ort in einer HNO-Praxis erhalten.

Rund 300 Praxen werden am „verkürzten Versorgungsweg“ teilnehmen, weitere sollen folgen.

Beteiligt sind die Techniker Krankenkasse, die Barmer, die DAK-Gesundheit, die KKH Kaufmännische Krankenkasse, die hkk Handelskrankenkasse und die HEK – Hanseatische Krankenkasse. (ato)

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[29.11.2018, 22:34:45]
Dipl.-Med Peter Sturm 
schizophrene Situation
die Sache mit den Hörgeräten wird langsam schizophren. Einerseits legen die HNO-Ärzte in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen ein Qualitätssicherungsprogramm auf, das eine Zusammenarbeit mit dem Hörgeräteakustiker beinhaltet. Nahezu gleichzeitig konterkarieren viele Kassen dieses Programm, indem sie den Akustikern gestattet, die Nachversorgung ohne den HNO-Arzt durchzuführen. Jetzt wird der schon beinahe begrabene verkürzte Versorgungsweg wiederbelebt, der den Akustiker ausbooten soll. Wann endlich hört dieses billig-billig-billig zu Lasten der Qualität und somit zu Lasten unserer Patienten auf? Die Qualität der Hörgeräteversorgung in Deutschland ist im Vergleich zu den allermeisten Ländern dieser Welt vorbildlich. Das soll nun vermutlich auch noch kaputtgespart werden.  zum Beitrag »

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