Ärzte Zeitung, 27.10.2016

Auszeichnung

Gesundes Kinzigtal erhält Preis für Vernetzung

BERLIN/HAUSACH. Das Gesunde Kinzigtal ist mit dem ersten Preis des Wettbewerbs "Intelligente Regionen Deutschlands" ausgezeichnet worden. Der Preis wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und der Initiative Intelligente Vernetzung verliehen. In diesem Jahr gab es über 100 Bewerber.

Überzeugt hat die Jury unter anderem eine digitale Vernetzungs- und Kommunikationslösung, die das Gesunde Kinzigtal gemeinsam mit einem Industriepartner entwickelt hat. Diese umfasst eine praxisübergreifende elektronische Patientenakte sowie digitale Behandlungspfade (wir berichteten).

Geplant ist, dass künftig auch Patienten einen Zugang zu ihrer Akte erhalten."In Zukunft müssen wir digitale Möglichkeiten viel stärker nutzen, um die Dienstleistungen im Gesundheitsbereich – in der Stadt und auf dem Land – sinnvoll zum Wohle der Patienten zu verknüpfen", so Jurymitglied Dr. Daniela Brönstrup, Leiterin der Abteilung Ordnungsrahmen Digitalpolitik, Postpolitik, Internationales, Medien im BMWi. "Hier ist das Netzwerk Gesundes Kinzigtal Vorbild und Vorreiter: Ein Netzwerk von Ärzten, Krankenhäusern, Therapeuten und anderen Gesundheitsdienstleitern arbeitet auf Basis einer elektronischen Gesundheitsakte eng zusammen. Mit der Akte sollen Doppeluntersuchungen verhindert, Prävention gefördert und eine optimale Versorgung der Patienten sichergestellt werden." (reh)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Beginnt die MS im Dünndarm?

Im Dünndarm werden wohl "Schläfer-T-Zellen" aktiviert, die eine MS triggern. Jetzt sind Forscher auf der Suche nach dem Auslöser – und haben Keime im Verdacht. mehr »

Wie die Neurologie von der Flüchtlingskrise profitiert

Migranten sind für Europa eine Herausforderung, doch sie bringen auch neue Erkenntnisse: Mediziner können durch Zuwanderer erforschen, wie Gene und Umwelt mit neurologischen Krankheiten zusammenhängen. mehr »

Hausbesuche bringen wohl mehr Honorar

Beim GKV-Spitzenverband gilt als ausgemacht, dass die Ärzte für eine Ausweitung der Mindestsprechzeiten nur sparsam honoriert werden sollen. Das Honorarsystem soll keine Gelddruckmaschine für Ärzte sein. Eine Ausnahme könnte es geben: Hausbesuche. mehr »