Ärzte Zeitung online, 16.02.2017

Tierschutz

Ehrenamtliche Experten gesucht

Das Bundesinstitut für Risikobewertung sucht Helfer. Bewerben können sich auch Mediziner.

BERLIN. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sucht Experten zur Unterstützung seines "Nationalen Ausschuss Tierschutzgesetz". Die Tätigkeit erfolgt ehrenamtlich, Reisekosten werden erstattet. Der Nationale Ausschuss Tierschutzgesetz wurde im Zuge der Umsetzung der EU-Richtlinie 2010/63/EU ("Tierversuchsrichtlinie") in nationales Recht als Beratungsgremium eingeführt.

Er hat die Aufgabe, "mit wissenschaftlich begründeten und unabhängigen Empfehlungen und Gutachten" für eine "bundesweit einheitliche Auslegung und Anwendung des Tierversuchsrechts" zu sorgen, wie es auf der Website des BfR heißt. Unter anderem berate der Ausschuss die Genehmigungsbehörden der Länder für Tierversuche sowie die Tierschutzausschüsse wissenschaftlicher Einrichtungen.

Bewerben können sich für den Expertenpool Wissenschaftler aus den Fachbereichen Naturwissenschaft, Rechtswissenschaft, Tier- und Humanmedizin sowie Ethik, heißt es weiter.

Wesentliches Kriterium: Fachliche Expertise

Darüber hinaus sei auch die Expertise von Tierhausleitern sowie staatlich geprüften Tierpflegern in leitender Position gefragt. Eine ausführliche Übersicht der Auswahlkriterien ist auf der BfR-Website hinterlegt. Ein wie es wörtlich heißt "wesentliches Kriterium" für die Aufnahme in den Expertenpool sei die "nachgewiesene fachliche Expertise auf dem jeweiligen Fachgebiet".

Für jede der angesprochenen Berufsgruppen hat das BfR ein eigenes Bewerbungsformular entworfen, ebenfalls online zu finden. Zudem ist der Bewerbung ein Lebenslauf und eine Publikationsliste beizufügen.

Die Bewerbung soll elektronisch erfolgen (expertenpool-nationaler-ausschuss@bfr.bund.de), die Frist endet am 30. April dieses Jahres. (cw)

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