Ärzte Zeitung online, 09.06.2017

Bilanz

Ärztegenossen setzen auf Arztzentren

Die Ärztegenossenschaft Nord will sich weiter im Management kommunaler Arztzentren etablieren. 2016 war dies eines ihrer wichtigsten Geschäftsfelder.

RENDSBURG. Das Management von Arztzentren hat sich zu einem wirtschaftlich wichtigen Standbein der Ärztegenossenschaft Nord entwickelt. Deutlich wurde dies bei der Präsentation der Geschäftszahlen für das Jahr 2016 auf der jüngsten Generalversammlung in Rendsburg. Das operative Ergebnis lag im vergangenen Jahr – wie von Geschäftsführer Thomas Rampoldt prognostiziert – bei rund minus 15.000 Euro. Das Gesamtergebnis erfuhr jedoch zusätzliche Belastung durch die Abschreibung von Forderungen gegenüber einem Tochterunternehmen.

Die Erlöse stiegen 2016 auf rund 1.378.000 Euro. Wichtigste Geschäftsfelder sind die Erträge aus Rahmenverträgen (479.681 Euro), die Abwicklung von Selektivverträgen (324.079 Euro) und die Erträge aus Dienstleistungen (412.773 Euro). Dazu gehört das Management von kommunalen Arztzentren wie in Büsum, wo – 0wie berichtet – die Gemeinde Träger ist. Auch auf Pellworm managen die Genossen ein solches Zentrum, weitere befinden sich in Anbahnung.

Die Erträge aus der Generika-Vertriebsfirma Q-Pharm, über einen langen Zeitraum das wichtigste wirtschaftliche Standbein der Genossen, befinden sich aufgrund der externen Rahmenbedingungen im freien Fall. In 2016 lagen die Erlöse nur noch bei 2000 Euro. Auch für 2017 erwartet Rampoldt keinen höheren Ertrag. In den drei wichtigen Standbeinen dagegen rechnet er mit einem moderaten Wachstum. Auf der Aufwandsseite standen 2016 insgesamt 1.390.791 Euro – rund 6000 Euro mehr als im Vorjahr. Mit Abstand größter Posten beim Aufwand sind die Personalkosten mit rund 838.000 Euro.

Für das laufende Jahr steht die Prognose für das Gesamtergebnis bei einem leichten Plus von 12.500 Euro. Der größte Zuwachs wird hier bei den Erträgen aus Dienstleistungen erwartet. Weitere Abschreibungen auf Forderungen, die das Ergebnis wie in 2016 belasten könnten, seien nicht zu erwarten.(di)

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